Die Woche vom 15. bis 21. Juni 2026 forderte in Rheinland-Pfalz zwei Todesopfer: Ein Motorradfahrer starb nach einem Unfall auf der B 327 bei Koblenz, ein Mann ertrank in einem Weiher in Altrip. Daneben beschäftigten Trunkenheitsfahrten, Unfallfluchten und ein unruhiges Wochenende im Raum Bernkastel-Kues die Behörden im Land.
Der schwerste Vorfall des Wochenendes ereignete sich am Sonntag, 21. Juni, auf der B 327 zwischen Koblenz und Waldesch. Gegen 11.32 Uhr geriet ein 63-jähriger Motorradfahrer aus dem Bereich Trier kommend nach links über die Gegenfahrbahn und prallte gegen die dortige Leitplanke. Ersthelfer begannen sofort mit der Reanimation des bewusstlos am Boden liegenden Mannes. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Koblenzer Krankenhaus, wo er seinen schweren inneren Verletzungen erlag. Die genaue Unfallursache ist noch ungeklärt, das Motorrad wurde sichergestellt. Die B 327 war für etwa anderthalb Stunden vollständig gesperrt. Mehr dazu
Ebenfalls mit tödlichem Ausgang endete der Abend des 20. Juni in Altrip. Nach Angaben von Zeugen ging ein Schwimmer in einem Weiher unter. Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen konnte die Person zunächst nicht gefunden werden. Der Mann ist ertrunken. Die Polizei mahnte in diesem Zusammenhang, nur an ausgewiesenen Badestellen ins Wasser zu gehen und stets die eigenen Schwimmfähigkeiten realistisch einzuschätzen. Mehr dazu
In der Nacht zum 21. Juni erlitt ein 17-jähriger Motorradfahrer in Bad Dürkheim einen schweren Unfall. Gegen 2.14 Uhr verlor der Jugendliche auf der Vigilienstraße die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte, wobei er sich einen offenen Bruch zuzog. Vor Ort ermittelte die Polizei Hinweise darauf, dass Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte; ein Atemalkoholtest konnte wegen der Schwere der Verletzungen nicht sofort durchgeführt werden. Im Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein und beschlagnahmte seinen Führerschein. Mehr dazu
Das Wochenende vom 20. bis 21. Juni bescherte der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues gleich mehrere Einsätze unterschiedlicher Art. In Longkamp meldete sich der Eigentümer eines Anhängers, an dem die Radmuttern an einem Reifen gelöst worden waren — er entdeckte die Sabotage noch vor der Fahrt, ein Unfall wurde verhindert. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Am Samstag gegen 18.15 Uhr fiel im gesamten Stadtgebiet der Strom aus und löste einen Brand in einer Wohnung aus. Am selben Wochenende kam es außerdem zu einer Massenschlägerei mit mehreren Verletzten. Mehr dazu
Für Aufsehen sorgte auch die Bilanz der Polizeiinspektion Neuwied vom Wochenende 19. bis 21. Juni: Zwölf Fahrerinnen und Fahrer wurden aus dem Verkehr gezogen, weil sie unter Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss unterwegs waren. Besonders auffällig war dabei, dass acht der zwölf Fälle Nutzer von E-Scootern betrafen — alle acht wiesen Betäubungsmittel auf. Bei den Fahrzeugkontrollen fiel zudem ein 22-jähriger Autofahrer mit 1,49 Promille auf, ein 31-Jähriger mit 1,44 Promille; zwei weitere Autofahrer standen unter Betäubungsmitteleinfluss. Mehr dazu
Auf der Bundesautobahn 60 bei Landscheid traf eine Streife der Polizeiinspektion Wittlich in der Nacht zum 21. Juni gegen 3.03 Uhr einen 24-jährigen Autofahrer schlafend auf dem Fahrersitz seines Wagens auf dem Standstreifen an. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als 1,1 Promille. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein und untersagte dem Mann die Weiterfahrt. Mehr dazu
Die Johannisnacht 2026 in Mainz verlief nach Polizeiangaben friedlich. Bei Jugendschutzkontrollen an Freitag- und Samstagabend überprüften die Beamtinnen und Beamten mehr als 250 Personen, stellten über 20 Liter Alkohol sowie mehr als 90 Tabak- und Nikotinprodukte sicher oder vernichteten sie. Etwa 20 Personen wurden nach mitgeführten Messern und Waffen durchsucht; bei einer Person wurde ein nicht erlaubtes Messer sichergestellt. Am Samstagabend gegen 23 Uhr ereignete sich auf dem Schillerplatz zudem ein Fall sexueller Belästigung. Mehr dazu
Am Freitag, 20. Juni, wurde in der Nähe von Wittlich ein Wiesenbrand gemeldet. Gegen 12.40 Uhr hatte ein Mähwerk einen Stein überfahren; die dadurch entstandenen Funken entzündeten das trockene Gras. Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden brachten den Brand unter Kontrolle, bevor er sich ausbreiten konnte. Mehr dazu
Am Freitag, 20. Juni, kam es in Schifferstadt gegen 18.05 Uhr zu einem Unfall zwischen einer 22-jährigen Fahrradfahrerin und einem Auto. Die Radfahrerin missachtete die Vorfahrt, als sie von einem Fahrradweg kommend die Fahrbahn kreuzte, und kollidierte mit dem Wagen eines 27-Jährigen. Die junge Frau wurde leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht; der Sachschaden beläuft sich auf rund 2.000 Euro. Mehr dazu
Zwei Unfallfluchten beschäftigten die Polizei in der Region. In Kelberg beschädigte am Freitag, 19. Juni, zwischen 9.30 und 14.20 Uhr ein mutmaßlich roter PKW auf dem Parkplatz des Plotter Marktes in der Mayener Straße einen schwarzen Renault und fuhr davon. Mehr dazu Am Freitagabend desselben Tages stieß auf dem Parkplatz des Badesees in Römerberg-Mechtersheim ein weißer Kastenwagen gegen einen abgestellten Wagen und verließ das Gelände, ohne Personalien zu hinterlassen. Der Sachschaden liegt im vierstelligen Bereich. Mehr dazu
In Bad Dürkheim stellte die Polizei am 20. Juni gegen 12.04 Uhr am Schlangenweiher — einem Amphibien- und Naturschutzgebiet, in dem das Fischen verboten ist — eine mittels Seils im Wasser befestigte Reuse fest. In ihr befanden sich mehrere Fische sowie Ködermaterial; eine Genehmigung lag nicht vor. Die Polizei ermittelt wegen Fischwilderei und sucht Zeugen. Mehr dazu
In Hinzerath wurden zwischen Mittwoch, 18. Juni, 16 Uhr und Donnerstag, 19. Juni, 13 Uhr die beiden amtlichen Kennzeichen eines blauen MAN-Lkw gestohlen, der in der Belginumstraße im Bereich des Ortseingangs stand. Die Polizeiinspektion Morbach sucht Zeugen und nimmt Hinweise unter 06533/9374-0 entgegen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet.
Ein Trend fällt in dieser Woche ins Auge: Trunkenheitsfahrten mit E-Scootern häuften sich auffallend. Alle acht kontrollierten E-Scooter-Fahrenden im Bereich Neuwied standen unter Betäubungsmitteleinfluss — ein Befund, der verdeutlicht, dass die rechtliche Gleichstellung von E-Scootern mit Kraftfahrzeugen im Bewusstsein vieler Nutzerinnen und Nutzer offenbar noch nicht angekommen ist.
Auf der Positivseite der Woche: In Speyer gelang der Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine schnelle Festnahme nach einem Rucksackdiebstahl am Helmut-Kohl-Ufer. Der Geschädigte hatte ein Ortungsgerät in seinen Kopfhörern; die Spur führte die Beamten zielgenau in die Maximilianstraße, wo ein 26-Jähriger mit dem Rucksack und weiteren Diebesgut angetroffen wurde. Mehr dazu