Der DAX zeigte sich in der abgeschlossenen Kalenderwoche schwächer und verlor 1,29 Prozent auf 24.759,05 Punkte. Nach einem Wochenhoch bei 25.362,83 Punkten zu Wochenbeginn rutschte der deutsche Leitindex kontinuierlich ab und markierte am Freitag mit 24.756,47 Punkten auch sein Wochentief. Die Handelswoche war geprägt von einem gleichmäßigen Abwärtstrend ohne größere Erholungsversuche.
An der Spitze der DAX-Gewinner standen Zalando mit einem Plus von 6,16 Prozent auf 24,64 Euro, Scout24 mit 5,49 Prozent auf 75,90 Euro und Merck KGaA mit 5,27 Prozent auf 136,85 Euro. Unter Druck gerieten vor allem die Automobilwerte: Mercedes-Benz Group verlor 7,52 Prozent auf 47,995 Euro und war damit größter Verlierer der Woche. Rheinmetall gab 6,65 Prozent auf 1.209,80 Euro ab, während Infineon um 6,30 Prozent auf 77,30 Euro nachgab. Die Schwäche konzentrierte sich deutlich auf zyklische Industriewerte.
Energieintensive Werte außer Automotive
Bei den energieintensiven DAX-Werten zeigte sich ein gemischtes Bild. BASF konnte sich mit einem Plus von 0,75 Prozent auf 50,98 Euro deutlich besser als der Gesamtmarkt behaupten. Heidelberg Materials hingegen gehörte mit einem Minus von 5,63 Prozent auf 179,25 Euro zu den größeren Verlierern der Woche und schnitt damit erheblich schlechter ab als der DAX. Airbus blieb mit einem marginalen Plus von 0,51 Prozent auf 179,00 Euro praktisch stabil und übertraf den Gesamtindex leicht.
Automobilwerte in dieser Woche
Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. Alle Automobilwerte verzeichneten in dieser Handelswoche Verluste und schnitten damit deutlich schwächer ab als der Gesamtmarkt. Mercedes-Benz Group führte die Verluste mit minus 7,52 Prozent an, gefolgt von BMW und Porsche Automobil Holding mit jeweils minus 5,53 Prozent. Auch Continental, Volkswagen und Daimler Truck gaben zwischen 1,91 und 4,21 Prozent ab, was auf sektorspezifische Belastungen hindeutet.
Der deutsche Leitindex befindet sich nach dem Rückgang der vergangenen Woche weiterhin in einer volatilen Phase. Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Monate zeigt sich der DAX anfällig für Gewinnmitnahmen, insbesondere in den zyklischen Sektoren. Die Marke von 25.000 Punkten konnte nicht nachhaltig verteidigt werden, was auf eine mögliche Konsolidierungsphase hindeutet.
Die kommende Handelswoche
In der neuen Handelswoche stehen wichtige Konjunkturdaten im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Marktbeobachter erwarten unter anderem neue Inflationsdaten aus den USA sowie Stimmungsindikatoren aus der deutschen Wirtschaft. Darüber hinaus dürften Aussagen von Notenbankvertretern zur weiteren Geldpolitik für Impulse sorgen. An der Wall Street schlossen die US-Indizes die vergangene Woche mit deutlichen Verlusten ab: Der S&P 500 gab um 2,62 Prozent auf 7.383,74 Punkte nach, während der Dow Jones mit minus 0,58 Prozent auf 50.866,78 Punkte moderater verlor.