Dax zeigt sich lustlos – Friedenshoffnungen im Nahen Osten verpuffen an der Börse

via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax ist zum Wochenstart kaum von der Stelle gekommen. Zum Xetra-Handelsschluss notierte der Index bei 24.846 Punkten und verzeichnete damit nur ein minimales Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste setzten sich RWE, Siemens Energy und Fresenius durch. Auf der Verliererseite hingegen notierten die Aktien von Bayer, Brenntag und MTU.

Zwar geben Nachrichten über eine gesteigerte Verhandlungsbereitschaft des Iran nach intensiven US-Angriffen den Investoren wieder etwas Zuversicht. „Die Nachrichten über eine gesteigerte Verhandlungsbereitschaft des Iran nach den intensiven Angriffen der USA geben den Investoren wieder etwas Zuversicht, dass sich die Situation im Nahen Osten bald wieder entspannt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Doch die Gesamtlage bleibt für die Börse undurchsichtig. „Die USA wollen mit schierer militärischer Dominanz die Situation rund um die Straße von Hormus in den Griff bekommen. Gleichzeitig müssen die anderen Golfstaaten jederzeit mit einer Eskalation und Ausweitung der Angriffe auf ihr Hoheitsgebiet rechnen“, erläuterte Lipkow die angespannte Lage.

Der Dax selbst profitierte kaum von den aufkeimenden Friedenshoffnungen. Zwar halfen Käufe bei den Schwergewichten wie Siemens, Siemens Energy, SAP und Versicherungstiteln. Es fehlte aber an der breiten Marktunterstützung, um den Index wieder in Richtung der 25.000er-Marke zu bringen.

Der Irankonflikt birgt erhebliche Risiken. „Der Irankrieg berge die Gefahr, dass sich das Pulverfass Nahost jederzeit wieder entzünden könne. Die Folgen wären gerade für Europa verheerend“, warnte Lipkow. Daneben bleiben Investoren skeptisch bezüglich der hohen Investitionen im Künstliche-Intelligenz-Sektor. „Ansonsten bleiben die Investoren skeptisch, dass sich die hohen Investitionen in dem KI-Sektor zeitnah für die Unternehmen wieder amortisieren werden. Chinas Konkurrenz übt enormen Druck auf die Branche aus. Diese Dynamik könnte sich negativ auf die US-Halbleiterunternehmen auswirken, die derzeit noch die Nutznießer der hohen Investitionen der Hyperscaler sind.“, so der Marktanalyst.

Am Devisenmarkt verlor der Euro zum Montagnachmittag leicht an Wert. Ein Euro kostete 1,1410 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8764 Euro zu haben.

Der Goldpreis gab minimal nach und notierte am Nachmittag bei 4.013 US-Dollar pro Feinunze, ein Minus von 0,1 Prozent. Das entspricht einem Preis von 113,08 Euro pro Gramm.

Bei den Energieträgern zeigte sich der Ölmarkt stabil. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 88,10 US-Dollar und damit exakt so viel wie am Vortagesschluss.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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