Erste Bilanz der Börsenwoche: 02.11.–06.11.2026 (KW 45)

Heute am Samstag ist Zeit für eine erste Bilanz der Börsenwoche, die gestern zu Ende ging. Der DAX schloss gestern, am Freitag, bei 25.820,36 Punkten und verzeichnete damit auf Wochensicht ein minimales Plus von 0,07 Prozent gegenüber dem Wocheneröffnungsniveau von 25.802,74 Punkten. Hinter dieser nahezu unveränderten Schlussbilanz verbirgt sich jedoch eine ausgesprochen bewegte Handelswoche: Das Wochenhoch von 26.692,90 Punkten und das Wochentief von 25.617,54 Punkten markieren eine Spanne von mehr als 1.000 Punkten, was auf erhebliche Schwankungen im Wochenverlauf hindeutet. Unterm Strich pendelte sich der Index allerdings nahezu exakt auf dem Ausgangsniveau ein – ein Wochenergebnis, das die Summe sehr unterschiedlicher Einzelbewegungen im deutschen Leitindex widerspiegelt.

Zu den stärksten Wochentreibern zählten Heidelberg Materials mit einem bemerkenswerten Wochenplus von 15,41 Prozent auf 173,80 €, gefolgt von Bayer mit einem Anstieg von 11,34 Prozent auf 55,58 € und Fresenius SE mit einem Zuwachs von 10,25 Prozent auf 52,48 €. Auf der Verliererseite fiel Rheinmetall mit einem Wochenminus von 21,60 Prozent auf 812,70 € besonders ins Auge – ein heftiger Rücksetzer, der den Rüstungswert nach einer langen Aufwärtsphase deutlich belastete. Infineon büßte 11,05 Prozent auf 45,755 € ein, Siemens Energy verlor 8,44 Prozent auf 118,10 €. Branchen­seitig fällt auf, dass zyklische Industriewerte, Gesundheitswerte und Immobilien zu den Gewinnern zählten, während Technologie, Halbleiter und Rüstung unter Verkaufsdruck standen.

Energieintensive Werte außer Automotive

Unter den energieintensiven DAX-Werten außerhalb der Automobilbranche ragte Heidelberg Materials mit einem Wochenplus von 15,41 Prozent klar heraus und war damit nicht nur der stärkste Wert in dieser Gruppe, sondern zugleich der stärkste Wert im gesamten DAX – deutlich stärker als der Gesamtindex mit 0,07 Prozent. BASF legte moderat um 1,17 Prozent auf 54,28 € zu und übertraf damit ebenfalls die magere Indexperformance. Airbus gewann 2,53 Prozent auf 196,36 € und zeigte sich damit ebenfalls stärker als der Gesamtmarkt. In der Summe lief diese Gruppe spürbar besser als der DAX, angeführt vom starken Zement- und Baustoffkonzern Heidelberg Materials, dem ein außergewöhnlich starker Wochenimpuls zuteilwurde.

Automobilwerte in dieser Woche

Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. Die Gruppe präsentierte sich in der abgelaufenen Woche überwiegend mit positiven Vorzeichen: BMW gewann 2,59 Prozent auf 59,36 €, Mercedes-Benz Group legte 2,29 Prozent auf 41,555 € zu, Continental verbesserte sich um 5,08 Prozent auf 70,34 €, Porsche Automobil Holding stieg um 1,99 Prozent auf 26,13 €, und Daimler Truck rückte um 0,47 Prozent auf 40,49 € vor. Lediglich Volkswagen verzeichnete mit einem Plus von 0,49 Prozent nur eine geringe Bewegung. Alle sechs Automobilwerte schlossen damit im Plus und übertrafen mehrheitlich die nahezu unveränderte DAX-Gesamtperformance von 0,07 Prozent – ein bemerkenswertes Bild für eine Branche, die zuletzt häufig unter Druck stand.

Der DAX befindet sich auf dem aktuellen Niveau von rund 25.800 Punkten in einer ausgeprägten Seitwärtsphase, die von erhöhter innerer Volatilität geprägt ist. Das Wochenhoch von 26.692,90 Punkten signalisiert, dass der Index durchaus über Aufwärtsdynamik verfügt, diese jedoch nicht nachhaltig halten konnte. Die breite Rotation innerhalb des Index – mit starken Einzelgewinnern und gleichzeitig empfindlichen Einbrüchen bei Rheinmetall und Infineon – deutet auf eine selektive Marktphase hin, in der Anleger sehr differenziert zwischen Sektoren und Einzeltiteln abwägen. Im Jahresverlauf bleibt die Performance des deutschen Leitindex damit verhalten, und eine klare Richtungsentscheidung nach oben oder unten steht noch aus.

Die kommende Handelswoche

In der Handelswoche ab dem 09. November stehen mehrere marktrelevante Termine im Fokus. Im Blickpunkt der Marktbeobachter dürften zunächst Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone stehen, darunter der ZEW-Index zur Konjunkturerwartung sowie Inflationsdaten auf beiden Seiten des Atlantiks. In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit auf Preisdaten, die als Orientierungsgröße für die weitere Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve gelten. Auf Unternehmensseite stehen weitere Quartalsergebnisse an, die Impulse für einzelne Sektoren liefern könnten. Zudem dürfte die Entwicklung am Anleihemarkt weiterhin eine Rolle für die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer spielen. An der Wall Street ging die abgelaufene Handelswoche mit deutlichen Verlusten zu Ende: Der S&P 500 schloss bei 7.376,86 Punkten mit einem Wochenminus von 3,07 Prozent, der Dow Jones Industrial Average verlor 1,39 Prozent auf 51.285,73 Punkte.

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