Der Gemeinderat Freiburg soll sich mit den Vorbereitungen zur Gründung eines Zweckverbandes für die Umnutzung des Flugplatzes Bremgarten zum Gewerbepark Breisgau befassen. Ein Zweckverband ist ein Zusammenschluss von Gemeinden und anderen Gebietskörperschaften für gemeinsame Aufgaben.
Seit 1991 arbeiten mehrere Gemeinden an der Konversion des ehemaligen Flugplatzgeländes. Im Jahr 1992 wurde die Stadt Freiburg in die Planung einbezogen. Seitdem koordiniert die Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg (LEG) verschiedene Planungsphasen. Die bisherigen Kosten wurden von den beteiligten Gemeinden und der Stadt Freiburg getragen, wobei das Land Baden-Württemberg jeweils ein Drittel der Ausgaben zuschoss.
Aktuell sind folgende Gebietskörperschaften beteiligt: die Gemeinden Bad Krozingen, Ballrechten-Dottingen, Ehrenkirchen, Eschbach, Hartheim, Heitersheim, Münstertal, Neuenburg, Staufen, der Gemeindeverwaltungsverband Müllheim-Badenweiler und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Das Land Baden-Württemberg hat eine Förderung in Höhe von 40 Millionen DM zugesagt: zehn Millionen als zinsloses Darlehen des Landes und 30 Millionen als zinslose Marktdarlehen. Diese werden je nach Erschließungsfortschritt ausgezahlt und haben eine zehnjährige Laufzeit.
Für den ersten Bauabschnitt sollen auf einer Bruttofläche von 101 Hektar insgesamt 59,3 Hektar Gewerbefläche bereitgestellt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die Verhandlungen abzuschließen und die Entscheidung über die Zweckverbandsgründung bis zur Ratssitzung am 31. Mai 1994 vorzubereiten.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg