Gemeinderat beschließt Sparmaßnahmen in städtischen Bädern

Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit einer Beschluss-Vorlage (ein Plan, über den das Gremium abstimmt) zur Kostenreduzierung im Badebetrieb. Der jährliche Zuschuss für Hallen- und Freibäder beläuft sich derzeit auf etwa 9,5 Millionen DM. Um diese Ausgaben zu senken, schlägt das Sportamt mehrere Maßnahmen vor.

Im Bereich Reinigung plant die Verwaltung, in zwei Schritten zu arbeiten: Zunächst soll durch eine Ausschreibung geprüft werden, ob Reinigungsfirmen die Freibäder wirtschaftlicher reinigen können als städtisches Personal. Sollte sich dies bewähren, könnten später auch die Hallenbäder betroffen sein. Nach Angaben des Hochbauamtes sind Kosteneinsparungen von bis zu 20 Prozent möglich. Zusätzlich wird das Reinigungspersonal in den Freibädern Strandbad und Lorettobad ab der kommenden Saison 1994 reduziert.

Bei den Saunen sollen mehrere Änderungen umgesetzt werden: Während der Freibadesaison wird das Saunaangebot auf das Faulerbad konzentriert, das Personal wird anderweitig eingesetzt. Zudem sucht die Verwaltung nach einer selbstständigen Masseurin oder einem Masseur, der die Saunaaufsicht übernimmt. Außerdem werden in den Wintermonaten im Hallenfreibad West Sauna-Zeiten für Frauen und Männer getrennt betrieben.

Weitere Sparansätze sind eine Anpassung der Öffnungszeiten, geänderte Arbeitsverträge für Saisonpersonal (mit garantiert 30 statt 38,5 Stunden pro Woche) und die Übernahme von Bräunungsanlagen durch das Sportamt. Die Maßnahmen werden mit einer jährlichen Entlastung ab 1994 von etwa 66.800 DM beziffert.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg