Freiburg plant Kinderhäuser im Stadtteil Rieselfeld

Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit der Errichtung von Kinderhäusern im neuen Stadtteil Rieselfeld befasst. Eine Beschluss-Vorlage des Sozial- und Jugendamtes legt ein Konzept vor, das altersgemischte Strukturen in der Kinderbetreuung vorsieht — anders als die bisherigen Einrichtungen, die Kinder nach Alter trennen.

Das Konzept soll auf Raumprogrammen und pädagogischen Rahmenbedingungen basieren, die eine Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung erarbeitet hat. Der Gemeinderat soll die Verwaltung beauftragen, auf dieser Grundlage Planungsaufträge zur Errichtung der Kinderhäuser zu erteilen. Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit im Gesamtprojekt Stadtteil Rieselfeld.

Hintergrund der Vorlage ist eine veränderte Betreuungssituation: Gesellschaftliche Entwicklungen wie steigende Erwerbstätigkeit von Müttern, mehr Einelternfamilien und veränderte Wohnbedingungen erfordern neue Ansätze. Nach Angaben der Konzeption sind etwa 20 Prozent aller Freiburger Haushalte Einelternfamilien, und ungefähr die Hälfte aller Kinder wachsen als Einzelkinder auf. Die Stadt rechnet damit, dass die Kinderzahlen in den kommenden Jahren ansteigen.

Im Unterschied zu einem parallel geplanten 4-gruppigen Kindergarten im Stadtteil Bischofslinde/Betzenhauser soll die Kinderhauskonzeption im Stadtteil Rieselfeld umgesetzt werden. Dies ermöglicht nach Darstellung der Vorlage eine flexible Belegung entsprechend dem tatsächlichen Bedarf der einzelnen Bauabschnitte und einen bedarfsgerechten Ausbau aller Betreuungsangebote.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg