Freiburg plant Wirtschaft der Friedhöfe für 2021 und 2022

Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Friedhöfe mit Bestattungsdienst für die Jahre 2021 und 2022. Eine Beschlussvorlage sieht vor, dass das Gremium diesen Plan sowie einen Bericht zur aktuellen Entwicklung beschließt.

Der Erfolgsplan prognostiziert für 2021 einen Jahresüberschuss von 78.081 Euro und für 2022 einen Jahresverlust von 25.215 Euro. Die Einnahmen hängen wesentlich von der Entwicklung der Sterbezahlen ab. Der Eigenbetrieb rechnet für den Planungszeitraum mit höheren Bestattungsfallzahlen als 2020, erwartet aber gleichzeitig leichte Umsatzsteigerungen durch Gebührenanpassungen und strategische Anpassungen.

Bei den Investitionen sind für 2021 insgesamt 1.068.000 Euro und für 2022 665.000 Euro vorgesehen. Geplant sind unter anderem neue Fenster in der Trauerhalle Hochdorf (10.000 Euro), Mauersanierungen in Betzenhausen und Haslach (150.000 Euro), neue Fahrzeuge (255.000 Euro insgesamt) und Arbeiten am Wasserleitungsnetz (190.000 Euro insgesamt). Jährlich sind 200.000 Euro für Planung und Neuanlage von Grabfeldern eingeplant.

Der Eigenbetrieb beschäftigt 51,25 Beschäftigtenstellen sowie 5,00 Beamtenstellen. Die Personalaufwendungen steigen im Planungszeitraum, da zuvor lange unbesetzte Stellen wiederbesetzt wurden.

Ein übergreifendes Thema ist der Wandel der Bestattungskultur. Die Auslastung der Friedhöfe sinkt tendenziell, während private Angebote zunehmen. Der Eigenbetrieb arbeitet an einem Friedhofsentwicklungskonzept, dessen Ergebnisse im Frühjahr 2021 dem Gemeinderat vorgelegt werden sollen. Gleichzeitig läuft eine Überarbeitung der Gebührenstruktur; ein Vorschlag wird im zweiten Quartal 2021 erwartet.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg