Freiburg plant Kitaplatz-Ausbau für 2020/2021

Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit der Kindertagesstättenbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2020/2021 befasst. Die Vorlage (ein Beschlussdokument, das der Rat annehmen oder ablehnen kann) wurde vom Amt für Kinder, Jugend und Familie eingereicht und behandelt die Versorgung mit Betreuungsplätzen für Vorschulkinder.

Zum Stichtag 1. März 2020 zeigt sich folgende Situation: Bei Kindern bis drei Jahren erreichte Freiburg eine Versorgungsquote von 46,8 Prozent (Zielquote: 50 Prozent). Für Kinder zwischen einem und drei Jahren lag die Quote bei 70,3 Prozent, für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt bei 105,1 Prozent (Zielquote: 103 Prozent). Diese Quoten zeigen, wie viel Prozent aller Kinder einer Altersgruppe einen Kitaplatz erhalten können.

Auf Basis einer Elternbefragung 2019 werden die Zielquoten angepasst: Für Kinder bis drei Jahre soll die Quote auf 54 Prozent erhöht werden, für Kinder von einem bis drei Jahren auf 79 Prozent. Grund für Veränderungen ist auch die Verlegung des Einschulungsstichtages, die künftig mehr Plätze für ältere Kinder erfordert.

Zum 31. August 2020 gibt es 3.360 Plätze für Kinder bis drei Jahre (Bedarf: 3.968) und 8.030 Plätze für ältere Kinder bis zum Schuleintritt (Bedarf: 8.547). Der Rat beschloss, die Bedarfsplanung auch unterjährig fortzuschreiben — sie wird also während des Jahres angepasst, falls sich Zahlen ändern.

Finanzielle Folgen: Für 2021 werden Kosten von etwa 4,489 Millionen Euro, für 2022 von etwa 9,021 Millionen Euro erwartet. Die genaue Belastung für den Stadthaushalt lässt sich noch nicht beziffern, da Mittelzuweisungen des Landes ausstehen. Acht Ortschaftsräte wurden angehört.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg