Der Gemeinderat Freiburg hat sich zur geplanten Neubaustrecke der Bundesstraße 31 geäußert. Das Regierungspräsidium hatte die Stadt aufgefordert, Stellung zur Planung des Abschnitts zwischen Umkirch und Gottenheim zu nehmen. Die Stadt Freiburg ist nach eigenen Angaben mit nur einem Grundstück direkt von dem Vorhaben betroffen.
Die Planung sieht eine nordwestliche Umfahrung von Umkirch vor, die von der Autobahnanschlussstelle „Freiburg-Mitte“ ausgeht. Gottenheim soll nördlich umfahren werden, dort endet der erste Abschnitt mit einem Anschluss an die Landesstraße L 115. Der Straßenquerschnitt ist im Bereich der Umgehung Umkirch vierspurig geplant, in der Fortsetzung zweispurig.
Die Planung basiert auf überarbeiteten Unterlagen der Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg. Grund für die Änderungen waren Einwendungen und Änderungswünsche aus der Offenlage (23.12.1991 bis 27.01.1992) und dem Erörterungstermin (10.05. bis 21.05.1993). Bei der Überarbeitung stand die Reduzierung des Flächenanspruchs und des Eingriffs im Vordergrund. Auch der Landschaftspflegerische Begleitplan wurde neu gefasst.
Die Stadt Freiburg befürwortet das Projekt, da damit nach Fertigstellung der Gesamtmaßnahme die Ortsdurchfahrten der Freiburger Tuniberg-Ortschaften vom Durchgangsverkehr entlastet werden sollen. Beim früheren Erörterungstermin forderte die Stadt die Wiederherstellung einer durch die Maßnahme unterbrochenen Radwegeverbindung von Freiburg-Lehen nach Umkirch. Diese Forderung ist in den überarbeiteten Planunterlagen enthalten. Die Stadt bittet zudem um Prüfung, ob im Rahmen eines geplanten Flurbereinigungsverfahrens eine direktere Radverkehrsverbindung geschaffen werden kann.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg