Der Gemeinderat Freiburg soll dem Beitritt zur Initiative Motorradlärm des Landes Baden-Württemberg zustimmen. Das Garten- und Tiefbauamt legt diese Beschlussvorlage (G-20/199) vor.
Die Initiative Motorradlärm wurde am 29. Juli 2019 gegründet. Zum 31. Juli 2020 waren ihr 124 Mitglieder beigetreten — darunter 115 Städte und Gemeinden sowie neun Landkreise. Ziel ist es, einen gemeinsamen Forderungskatalog gegen Motorradlärm zu entwickeln und damit an politische Entscheidungsträger bei Bund und Europäischer Union heranzutreten.
In Freiburg selbst gibt es nach Darstellung der Verwaltung kein erhöhtes Motorradaufkommen im Stadtgebiet. Ausnahme ist die Strecke der Landstraße 124 auf den Schauinsland — diese ist bei Motorradfahrenden sehr beliebt. Auf dieser Strecke kam es regelmäßig zu schweren Unfällen. Die Straßenverkehrsbehörde hat deshalb seit 2001 eine dauerhafte Sperrung für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen vom 1. April bis 1. November angeordnet.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte am 24. Februar 2020 eine Anfrage (ein Instrument der Bürgerbeteiligung in Gemeinderat und Gemeinden), die einen Beitritt Freiburgs zur Initiative thematisierte. Daraufhin beschäftigte sich auch der Mobilitätsausschuss mit dem Thema.
Die Initiative fordert, dass alle bestehenden Handlungsoptionen ergriffen werden, um Motorradlärm zu reduzieren. Konkret heißt das: Motorräder sollen leiser werden, leiser gefahren werden, und rücksichtsloses Fahren soll deutliche Folgen haben. Der Beitritt ist kostenlos.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg