Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit einer Beschluss-Vorlage (ein Antrag an das Gremium, über etwas zu entscheiden) zur Einsparung von Kosten im Bereich der städtischen Bäder. Ein Teil dieser Maßnahmen betrifft die Sauna des Faulerbades.
Nach Angaben der Stadtverwaltung scheidet zum 3. Juli 1994 eine Teilzeitkraft zur Saunaaufsicht aus Altersgründen aus. Diese Stelle könnte eingespart werden, wenn die Sauna im Faulerbad täglich eine Stunde später öffnet. Die verbleibenden Öffnungszeiten sollen durch vorhandenes Reinigungspersonal abgedeckt werden.
Grund für diesen Vorschlag: Statistiken zeigen, dass zwischen 14.00 und 15.00 Uhr an Werktagen durchschnittlich nur 2 bis 5 Saunagäste die Anlage nutzen. Die Hauptbesuchszeiten liegen zwischen 16.00 und 21.00 Uhr. An Wochenenden ist der Besuch zwischen 9.00 und 10.00 Uhr ebenfalls schwach. Durch die Verkürzung könnten jährlich 39.500 DM an Personalkosten eingespart werden.
Die Vorlage wird zunächst im Sportausschuss beraten (Sitzung am 14. März 1994), danach im Gemeinderat (Sitzung am 22. März 1994). Insgesamt sollen Einsparungen im Bäderbereich etwa 139.300 DM pro Jahr betragen. Mittelfristig rechnet die Stadt mit einer Entlastung von etwa 500.000 bis 600.000 DM.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg