Der Gemeinderat Freiburg hat in seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 einen Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Berthold-Gymnasiums gefasst. Damit wird der Weg frei gemacht für eine Vergrößerung des Gymnasiums um zwei Züge.
Hintergrund ist ein erwarteter Anstieg der Schülerzahlen an Freiburger Gymnasien. Die Verwaltung rechnet damit, dass die Schülerzahlen bis 2030 von derzeit 6.809 auf 9.139 anwachsen. Dies führt zu einem Fehlbedarf an Unterrichtsräumen von etwa 36 Klassen.
Das Berthold-Gymnasium wurde nach Prüfung aller Optionen als geeignetster Standort ausgewählt, da dort ein ausreichend großes Grundstück vorhanden ist. Der Neubau soll 14 Klassenräume, 7 naturwissenschaftliche Räume sowie Aufenthalts- und Verwaltungsflächen umfassen. Zudem ist eine gemeinsame Mensa mit dem benachbarten Deutsch-Französischen Gymnasium geplant.
Die Investitionskosten werden auf etwa 22,35 Millionen Euro geschätzt (Preisstand Dezember 2019), verteilt auf die Jahre 2020 bis 2026. Das Land Baden-Württemberg stellt nach der Schulbauförderrichtlinie voraussichtlich etwa 2,1 Millionen Euro als Zuschuss bereit.
Allerdings ist der Grundsatzbeschluss noch nicht die endgültige Genehmigung. Die Verwaltung wird nun die optimale Platzierung des Gebäudes auf dem Schulgelände ermitteln. Dies geschieht durch öffentliche Bürgerbeteiligung, baurechtliche Vorarbeiten und einen Architektenwettbewerb. Die endgültige Entscheidung über die Bereitstellung von Bau- und Einrichtungsmitteln bleibt dem Gemeinderat beim Doppelhaushalt 2021/2022 vorbehalten.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg