Gemeinderat beschließt Sachstandsbericht zum Vauban-Gelände

Der Gemeinderat Freiburg hat in seiner Sitzung vom 8. Februar 1994 einen ergänzenden Sachstandsbericht zur Entwicklungsmaßnahme auf dem Vauban-Gelände zur Kenntnis genommen. Die Vorlage (eine Informations-Vorlage ist ein Bericht, der den Rat über den aktuellen Stand eines Themas informiert) behandelt die Wertermittlung des Geländes, die Verhandlungen mit der Oberfinanzdirektion (OFD) zum Grundstückskauf und den geplanten Gebäudeabbruch im Entwicklungsbereich.

Hintergrund ist eine Vereinbarung vom September 1991 zwischen Bund, Land und Stadt über die Verteilung freigewordener Bundesflächen. Die Stadt erhielt das Vauban-Kasernnengelände zur städtebaulichen Entwicklung. Bei den Kaufverhandlungen mit der OFD zeigten sich erhebliche Unterschiede in der Wertbewertung: Ein städtisches Wertgutachten bezifferte den entwicklungsunbeeinflussten Verkehrswert auf 35,6 Millionen Mark (etwa 108 Mark pro Quadratmeter), während ein Gutachter des Bundes von 72 Millionen Mark ausging.

In den Verhandlungen, die im Mai 1993 begannen, argumentierte die Stadt mit dem geplanten Gebäudeabbruch und der daraus resultierenden geringeren Grundstücks- und Gebäudewerte. Die OFD war bereit, ihre Bewertung zu überprüfen und reduzierte im Juni 1993 ihr Kaufpreisangebot auf 45 Millionen Mark. Der Gemeinderat beschloss daraufhin ein Kaufangebot an den Bund über 40 Millionen Mark (Preisbasis 1992) für die auf 34,3 Hektar erweiterte Fläche.

Der Sachstandsbericht liefert damit eine Übersicht über die bisherigen Verhandlungen und die zugrunde liegenden Wertermittlungen für das Großprojekt.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg