Gemeinderat beschließt Sanierungsziele für Weingarten-Ost

Der Gemeinderat Freiburg hat in seiner Sitzung am 22. März 1994 die Sanierungsziele für das Gebiet Weingarten-Ost festgelegt. Damit werden die Grundlagen für eine zehnjährige Sanierungsdurchführung geschaffen, die bereits 1992 mit einem Landesbewilligungsbescheid genehmigt wurde.

Die Stadt wird Maßnahmen im öffentlichen Bereich mit geschätzten Gesamtkosten von 6,20 Millionen DM durchführen. Dazu gehören die Umgestaltung des Eingangsbereichs der Krozinger Straße einschließlich Fritz-Schieler-Platz (2,30 Mio. DM), eine offene Halle auf dem Fritz-Schieler-Platz (0,30 Mio. DM), die Umgestaltung der Krozinger Straße (0,23 Mio. DM), eine Überquerung der Opfinger Straße mit Stadtbahn (0,30 Mio. DM), ein Radweg entlang der Güterbahn (0,57 Mio. DM), ein Durchstich zur Badenweiler Straße (1,50 Mio. DM) und ein öffentlicher Erlebnisspielplatz mit Turm (1,00 Mio. DM).

Die Siedlungsgesellschaft wird mit einem geschätzten Aufwand von etwa 7,44 Millionen DM Modernisierungsmaßnahmen an ihren Liegenschaften vornehmen. Ihr 60-prozentiger Eigenanteil an den Modernisierungskosten soll durch Mieterhöhungen finanziert werden.

Der Gesamtförderrahmen beträgt 16,6 Millionen DM. Das Land Baden-Württemberg trägt zwei Drittel (11,07 Mio. DM), die Stadt ein Drittel (5,53 Mio. DM). Die Mittel werden über zehn Jahre verteilt. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, für die beschlossenen Sanierungsziele baureife Planungen und genaue Kostenberechnungen zu erarbeiten. Einzelne Baubeschlüsse bleiben späteren Entscheidungen vorbehalten.

Der Gemeinderat nahm zur Kenntnis, dass die Verbesserung der Sozialstruktur ein vorrangiges Ziel der Sanierung ist. Eine Arbeitsgruppe wird künftig über die Belegung freiwerdender Wohnungen im Sanierungsgebiet entscheiden.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg