Der Gemeinderat Freiburg hat in seiner Sitzung vom 25. Januar 1994 die Jahresrechnungen (Rechenschaftsberichte) der Stadt für die Jahre 1990 und 1991 festgestellt. Damit folgte das Gremium einer Beschluss-Vorlage des Rechnungsamtes, die auch den Schlußbericht des Rechnungsprüfungsamtes enthielt.
Bei der Haushaltsabrechnung 1990 zeigt sich eine ausgeglichene Bilanz: Die bereinigten Solleinnahmen und bereinigten Sollausgaben betrugen je 844.078.199,28 Deutsche Mark. Das Anlagevermögen (der Gesamtwert von städtischen Gebäuden und Einrichtungen) stieg um etwa 54 Millionen Mark. Die Schulden erhöhten sich um rund 15 Millionen Mark, während die Rücklagen um etwa 12 Millionen Mark sanken.
Für 1991 bilanzierte die Stadt ebenfalls ausgeglichen: Bereinigte Solleinnahmen und -ausgaben betrugen beide 926.829.148,96 Deutsche Mark. Das Anlagevermögen wuchs um etwa 96 Millionen Mark. Die Schulden nahmen um gut 64 Millionen Mark zu, die Rücklagen erhöhten sich jedoch um etwa 4 Millionen Mark.
Der Gemeinderat beschloß zudem die Jahresrechnungen für zwei Sondervermögen (separate Konten für spezielle Aufgaben): die Städtische Versorgungskasse und den Eigenbetrieb Schlachthofanlage. Bei der Versorgungskasse 1990 und 1991 sowie bei der Schlachthofanlage 1990 und 1991 ergaben sich minimale Gewinne, die den Rücklagen zugeführt wurden. Der Werkleitung wurde jeweils Entlastung erteilt.
Zusätzlich hob der Rat einen früheren Auftrag zur Prüfung der Stiftung Technologiezentrum rückwirkend zum 1. Januar 1990 auf.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg