Leipzig plant Kompetenzzentrum für Wärmewende

Die SPD-Fraktion hat einen Antrag eingereicht, mit dem die Stadt Leipzig ein Wirtschafts- und Kompetenzzentrum zur Wärmewende aufbauen soll. Der Oberbürgermeister wurde beauftragt, zu prüfen, wie die wirtschaftlichen Chancen der Wärmewende für regionale Wertschöpfung, Beschäftigung und Fachkräftesicherung genutzt werden können.

Konkret soll ein Konzept für das geplante Zentrum erarbeitet werden. Dieses Konzept muss Aufgaben, Organisationsform, Trägerschaft und Finanzierungsmöglichkeiten darstellen. Zudem sind geeignete Kooperationspartner zu benennen.

Bei der Konzepterstellung sollen Kompetenzen verschiedener Akteure dauerhaft vernetzt werden: die Stadtverwaltung, die Leipziger Gruppe, die Wohnungswirtschaft, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Gewerkschaften, Hochschulen und weitere relevante Institutionen.

Das Konzept soll Vorschläge enthalten zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs, zur Stärkung regionaler Unternehmen und des Handwerks, zur Förderung von Forschung und Technologietransfer sowie zur Einwerbung zusätzlicher Fördermittel von Bund, Land und Europäischer Union.

Laut Antragsbegründung entstehen in Heizungsbau, Energietechnik, Planung, Gebäudesanierung und Netzbetrieb bereits heute wachsende Fachkräftebedarfe. Neue technologische Potenziale ergeben sich bei Wärmepumpen, Speichertechnologien, Abwärmenutzung und intelligenten Wärmenetzen. Leipzig soll sich als zentraler Standort der Wärmewende in Mitteldeutschland profilieren.

Die Ratsversammlung befasst sich mit dem Antrag am 1. Juli 2026. Das Fachamt für Wirtschaft, Arbeit und Digitales ist vorgesehen. Der Oberbürgermeister soll die Ergebnisse der Prüfung und das Konzept bis zum zweiten Quartal 2027 dem Stadtrat vorlegen.

Carsten Müller, Politikredaktion Sachsen