Die CDU-Fraktion hat einen Änderungsantrag zum geplanten Umbau der Förderschule an der Zweenfurther Straße eingereicht. Das Vorhaben soll bis 2030 für 28,6 Millionen Euro modernisiert und erweitert werden.
Der Änderungsantrag bezieht sich auf einen Ratsbeschluss vom Dezember 2025 zum Thema „Schulen im mittleren Standard bauen“. Dieser Beschluss wurde damals einstimmig angenommen. Die Verwaltung sollte bis Ende des ersten Quartals 2026 einen Katalog mit möglichen Einsparungen bei Bauvorhaben vorlegen – das ist nach Angaben der CDU-Fraktion bisher nicht geschehen.
Die Fraktion argumentiert mit der angespannten Finanzlage der Stadt. Leipzig werde in den kommenden Jahren nur über begrenzte investive Mittel verfügen, die deshalb effektiv eingesetzt werden müssen.
Der Änderungsantrag schlägt vor, dass der Dezember-Ratsbeschluss bei diesem Projekt konsequent angewandt wird und die Planungen entsprechend aktualisiert werden. Abweichungen vom mittleren Standard sollen künftig in den zuständigen Gremien begründet werden.
Als Beispiele für Sparpotenziale nennt der Antrag den Einsatz von Vinyl statt Linoleum bei Fußböden – hier könnten demnach die Hälfte der Kosten eingespart werden. Weitere Einsparungsmöglichkeiten werden bei der Bauweise, den Fenstern, Sportflächen, Kunst am Bau und bei Materialien gesehen.
Der Finanzausschuss befasst sich mit dem Antrag am 29. Juni 2026, die endgültige Entscheidung trifft die Ratsversammlung am 1. Juli 2026.
Carsten Müller, Politikredaktion Sachsen