Der Donnerstag beschäftigte die Polizei im Zollernalbkreis mit mehreren Verkehrsunfällen, zwei dreisten Telefonbetrugsmaschen und einem Fahrzeugbrand. Hinzu kam eine Belästigung von Badegästen in einem Freibad.
Rotlichtverletzung führt zu Kollision
Auf dem Oskar-Kalbfell-Platz in Reutlingen kam es am Donnerstagnachmittag gegen 14.50 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Eine 75-Jährige stand an der roten Ampel auf der Altenburgstraße und wartete, um geradeaus in Richtung ZOB zu fahren. Nach einem Hupen setzte sie ihre Fahrt fort, ohne zu überprüfen, ob ihre Ampel inzwischen grün zeigte. In der Kreuzung kollidierten ihr Audi A3 und ein VW Kleinbus eines 28-Jährigen. Der 91-jährige Beifahrer im Audi wurde eingeklemmt und leicht verletzt. Die Feuerwehr befreite den Senior, der anschließend vom Rettungsdienst versorgt wurde. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 10.000 Euro. Die Verkehrspolizei Tübingen ermittelt.
Vorfahrtsverletzung bei Zwiefalten – zwei Schwerverletzte
Deutlich schwerwiegender war ein Unfall am Donnerstagnachmittag gegen 16.25 Uhr auf der B312 bei Zwiefalten. Ein 16-Jähriger mit einem Leichtkraftrad befuhr die K6743 von Zwiefalten-Hochberg in Richtung Gauingen und übersah an der Einmündung zur B312 einen 52-jährigen VW-Polo-Fahrer. Der Teenager missachtete dessen Vorfahrt. Bei der Kollision stürzte der 16-Jährige, rutschte über die Fahrbahn und zog sich schwere Verletzungen zu. Der VW Polo geriet ins Schleudern, drehte sich und kollidierte mit der Leitplanke. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen über die Leitplanke geschleudert, überschlug sich und landete auf dem Dach in einer Wiese neben der B312. Der 52-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert. Der 16-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die B312 war für die Unfallaufnahme rund zwei Stunden vollgesperrt.
Auffahrunfall auf der Neckarstraße
Ein Auffahrunfall in Esslingen forderte zwei Verletzte. Am Donnerstag gegen 19.50 Uhr fuhr ein 24-Jähriger mit seinem Mercedes-Benz auf der Neckarstraße in Richtung Stadtmitte. Aus Unachtsamkeit fuhr er auf einen Smart eines 48-Jährigen auf, dieser wiederum auf einen VW Phaeton eines 25-Jährigen. Der 48-Jährige und seine 25-jährige Mitfahrerin wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht. Mercedes-Benz und Smart waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Der Gesamtsachschaden beträgt etwa 15.000 Euro.
Fahrzeugbrand in Meßstetten
Feuerwehr und Polizei rückten am Donnerstagnachmittag gegen 17.20 Uhr in den Lautlinger Weg in Meßstetten aus. Ein Mercedes-Benz geriet dort aufgrund eines technischen Defekts in Brand. Die Feuerwehr löschte das Feuer und verhinderte Schlimmeres. Der 51-jährige Fahrer konnte sein Fahrzeug unverletzt verlassen. Der Sachschaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt.
Freibad-Belästigung – Zeugenaufruf
Am Donnerstag gegen 19.10 Uhr kam es im Nürtinger Freibad zu einer Belästigung von Badegästen. Ein 26-Jähriger und sein 31-jähriger Begleiter wurden dabei beobachtet, wie sie andere Badegäste belästigten und ihnen aufdringlich nahekamen. Ein minderjähriges Mädchen wurde im Wasser an Oberarm und Oberschenkel angefasst. Ein Zeuge sprach die Männer darauf an und informierte den Bademeister, der die Polizei verständigte. Beide Männer, die schwarze Badehosen trugen, befanden sich noch vor Ort und wurden angetroffen. Sie verhielten sich gegenüber den Beamten unkooperativ und wurden zur weiteren Abklärung zur Dienststelle gebracht. Das Polizeirevier Nürtingen bittet Zeugen oder Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 07022/9224-0 zu melden.
Telefonbetrüger erbeuten zehntausende Euro
Im Laufe des Donnerstags wurden zwei Senioren im Zollernalbkreis Opfer perfider Telefonbetrüger. Ein unbekannter Mann rief einen 87-Jährigen in Balingen an, gab sich als Polizeibeamter aus und erzählte ihm, dass seine Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine Freiheitsstrafe abzuwenden, müsse eine Kaution bezahlt werden. Der Senior glaubte der Geschichte und übergab Geld an einen Abholer. Kurz darauf rief eine Komplizin an, gab sich weinend als seine Tochter aus und forderte weitere Geldbeträge, da der erste Betrag nicht ausreichen würde. Nach einer zweiten Übergabe an einen weiteren Abholer flog der Betrug am Abend auf.
Etwa zeitgleich wurde auf identische Weise ein 84-Jähriger in Haigerloch betrogen. Ihm wurde vorgetäuscht, dass seine Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und er eine Kaution zahlen müsse. Der Senior übergab mehrere zehntausend Euro an einen Abholer. Am Spätnachmittag erreichte er seine Tochter und erkannte sofort den Betrug. Er verständigte umgehend die Polizei.