Der Gemeinderat Freiburg hat einen Sachstandsbericht zur Planung der B 31 Ost-neu zur Kenntnis genommen. Der Bericht behandelt den aktuellen Stand mehrerer zusammenhängender Infrastrukturprojekte in der Oststadt.
Grundlage der aktuellen Planungen ist ein Vergleich, der nach längeren Verhandlungen im Dezember 1992 zwischen der Stadt, dem Bund und mehreren Klagparteien geschlossen wurde. Dieser Vergleich führte zu erheblichen Umplanungen, insbesondere bei der Anschlußstelle Schwarzwaldstraße, den Galeriebauten und der Brücke am Friedhof Bergäcker.
Die baureife Planung liegt vor. Der erste Spatenstich auf Freiburger Gemarkung ist für den 17. März 1994 geplant. Zunächst sollen das Regenrückhaltebecken am Kappler Knoten und eine Entwässerungsleitung gebaut werden. Die eigentliche Straßenbaumaßnahme soll durch Privatfinanzierung durchgeführt werden; eine EG-weite Ausschreibung ist für das Frühjahr 1994 vorgesehen. Die Gesamtbauzeit wird auf vier Jahre angestrebt, eine Fertigstellung bis 2000 erscheint möglich.
Bei der Anschlußstelle Schwarzwaldstraße sieht die neue Konzeption eine planfreie Kreuzung der B 31 mit der Schwarzwaldstraße vor. Der Tunnel der Schützenallee wird um 120 Meter nach Westen verlängert. Durch die Reduktion oberirdischer Verkehrsflächen können zwei Gebäude in der Schwarzwaldstraße erhalten bleiben.
Das Regierungspräsidium Freiburg führt ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren durch, das bereits eingeleitet wurde. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgte am 23. Dezember 1993. Der Gemeinderat wird im Rahmen des förmlichen Verfahrens eine Stellungnahme abgeben müssen.
Parallel arbeitet die Stadt an kurz- und mittelfristigen Maßnahmen in der Oststadt, darunter die Pförtnerampel, Nachtfahrverbote für Lastwagen und eine Sanierung der Schwarzwaldstraße.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg