Der Gemeinderat Freiburg entscheidet am 25. Januar 1994 über den Jahresabschluss 1992 des Eigenbetriebs Stadtentwässerung. Eine Beschlussvorlage (Vorlage = Antrag der Verwaltung an das Gremium) legt die Bilanz und das Geschäftsergebnis vor.
Die Bilanzsumme beträgt 226,6 Millionen DM. Das Anlagevermögen umfasst 219,3 Millionen DM, das Umlaufvermögen 7,3 Millionen DM. Auf der Finanzierungsseite sind das Stammkapital mit 68,1 Millionen DM, Fördermittel (17,1 Millionen DM) und Kanalbeiträge (39,7 Millionen DM) verzeichnet. Der Jahresgewinn betrug 8,6 Millionen DM.
Der Gemeinderat soll drei Punkte beschließen: Erstens die Feststellung des Jahresabschlusses. Zweitens die Abführung der Stammkapitalverzinsung in Höhe von 5,993 Millionen DM an den städtischen Haushalt. Drittens die Verwendung des Jahresgewinns: 6,3 Millionen DM zur Tilgung eines Verlustvortrages aus Vorjahren, die restlichen 2,4 Millionen DM werden in die nächsten Jahre übertragen, um insbesondere eine geplante Unterdeckung 1994 auszugleichen.
Zusätzlich wird der Prüfungsbericht des Rechnungsprüfungsamtes zur Kenntnis genommen und die Betriebsleitung entlastet. Der Eigenbetrieb war 1992 erstmals tätig. Die Umstellung von kaufmännischer Buchführung und organisatorische Anlaufschwierigkeiten werden im Lagebericht dokumentiert.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg