Am Arbeitsmarkt im Alb-Donau-Kreis hat sich die Lage im September 2026 deutlich entspannt: 3.860 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 127 weniger als im August. Mit 3,2 Prozent liegt die Quote deutlich unter dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,7 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 127 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,4 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 2.211 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 1,8 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 1.649 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 4.589 Menschen und 3,8 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Alb-Donau-Kreis trifft. 462 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (43 weniger als im Vormonat), 1.334 sind 50 Jahre oder älter. 983 Menschen und damit 25 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.560 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 179 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Alb-Donau-Kreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Alb-Donau-Kreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 2,8 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,1 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (2,3 Prozent) und dem Höchstwert 2020 (3,1 Prozent) liegen 0,8 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.671 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Alb-Donau-Kreis?
Die Zahl ist gestiegen: 30 Unternehmen meldeten 2024 im Alb-Donau-Kreis Insolvenz an, nach durchschnittlich 19,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 256 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.