In Bad Nenndorf haben sich innerhalb kurzer Zeit drei Bürgerinnen und Bürger bei der Polizei gemeldet, weil sie Telefonanrufe von Betrügern erhalten hatten, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Anrufer täuschten vor, vom Landeskriminalamt oder der Polizei Bad Nenndorf zu sein. Die Angerufenen erkannten die Betrugsversuche jedoch sofort, blieben ruhig und beendeten die Gespräche. Es entstand kein Schaden.
Die Polizei warnt vor mehreren bekannten Betrugsmaschen: Betrüger rufen an und geben vor, Polizeibeamte zu sein. Sie behaupten, in der Nachbarschaft habe es Einbrüche oder Festnahmen gegeben, und bei Tatverdächtigen seien Notizen mit der Adresse der Angerufenen gefunden worden. Auf diese Weise versuchen sie, Informationen über Wertgegenstände und Bargeld zu bekommen. Das Ziel: Die Angerufenen sollen Geld oder Wertsachen an vermeintliche Polizisten übergeben, angeblich zur „Sicherung“.
Eine andere gängige Betrugsmasche sind sogenannte Schockanrufe. Die Anrufer behaupten, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Die Person könne nur durch eine Kautionszahlung eine Festnahme vermeiden.
Das sollten Sie wissen
Die Polizei erklärt klar: Sie fordert niemals am Telefon Auskünfte über Vermögensverhältnisse, Bargeld oder Wertgegenstände an. Sie nimmt auch niemals Wertsachen oder Geld zur „sicheren Verwahrung“ entgegen.
Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie im Zweifel sofort auf. Wenn Sie die Polizei zurückrufen möchten, nutzen Sie nicht die Wiederwahltaste. Wählen Sie stattdessen die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle selbst oder rufen Sie den Notruf 110 an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen.
Die Polizei bittet darum, Angehörige — besonders ältere Familienmitglieder und Nachbarn — über diese Betrugsmaschen aufzuklären und zu sensibilisieren.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 1.185 Betrugsfällen im Landkreis Schaumburg konnte die Polizei 2025 869 aufklären, das sind 73,3 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 73,6 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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