Beim Buchholzer Stadtfest griffen am Freitagabend zwei junge Frauen im Alter von 17 und 18 Jahren schlichtend in eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern an der Poststraße bei Peets Hoff ein. Zur Belohnung bespuckte einer der Männer die beiden Helferinnen und bedrohte sie. Den Frauen gelang die Flucht, sie informierten die Polizei. Der 28-jährige Angreifer wurde später erkannt und erhielt einen Platzverweis. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt.
Nach dem offiziellen Ende des Freitag-Programms kam es gegen 1 Uhr nachts an der Poststraße zu einer größeren Schlägerei, bei der Stühle und Flaschen eingesetzt wurden. Als die ersten Polizistinnen und Polizisten eintrafen, flohen die Beteiligten zunächst. Ein 20-jähriger Mann konnte festgehalten werden, gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt.
Wenige Minuten später eskalierte die Lage erneut: Zwei weitere Männer im Alter von 19 und 20 Jahren gerieten aneinander, beide waren bereits an der vorherigen Auseinandersetzung beteiligt gewesen. Als der 20-Jährige versuchte, sich einer Kontrolle durch Flucht zu entziehen, solidarisierten sich Umstehende mit ihm und behinderten die Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit. Gleichzeitig brachen weitere Streitigkeiten und Schlägereien aus. Nach Schätzungen der Polizei waren bis zu 20 Personen aktiv an Schlägereien oder an der Behinderung der Polizei beteiligt. Erst mit zusätzlichen Polizeikräften aus dem Landkreis sowie dem Einsatz von Reizgas und der Androhung von Schlagstockeinsatz konnte die Lage beendet werden.
Der 20-Jährige, dessen Fluchtversuch misslang, wird wegen Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Polizeibeamte ermittelt. Bei den Auseinandersetzungen wurden insgesamt fünf Menschen leicht verletzt. Zeugenaussagen zufolge war Auslöser eine Streitigkeit nach einer vermeintlichen Beleidigung, die zur Schlägerei zwischen zwei Gruppen führte. Die Polizei hat mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung eingeleitet.
Die Polizeiinspektion Harburg bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04181/2850 zu melden.
Diese Meldung wurde aus einer Sammelmeldung der Polizei herausgelöst. Original: Buchholzer Stadtfest: Schlägereien und Pfefferspray-Angriff trüben Bilanz
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Angriffe auf Vollstreckungsbeamte in Niedersachsen um 3,3 Prozent verändert, sie ist gestiegen. Gezählt wurden 2025 insgesamt 4.073 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 97,5 Prozent, bundesweit 98,8 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
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