Das war die Blaulicht-Woche in Berlin: 12.10.–18.10.2026 (KW 42)

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 12. und 18. Oktober 2026 beschäftigten die Berliner Polizei gleich mehrere schwere Gewaltdelikte, darunter ein versuchtes Tötungsdelikt mit Reanimation, ein lebensgefährlicher Messerangriff und zwei großangelegte Ermittlungskomplexe gegen organisierte Kriminalität. Hinzu kamen mehrere Schusswaffenangriffe auf Geschäfte und Wohnhäuser sowie ein tödlicher Verkehrsunfall in Spandau.

Versuchtes Tötungsdelikt in der Oranienstraße – Mordkommission ermittelt
In Kreuzberg hat die Mordkommission des Berliner Landeskriminalamtes die Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt übernommen. Ein 28-Jähriger war gegen 2:30 Uhr in der Oranienstraße mit einer Personengruppe in Streit geraten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Mann aus der Gruppe den 28-Jährigen zu Boden gebracht haben. Daraufhin schlugen und traten vier Personen auf den am Boden liegenden Mann ein. Dabei erlitt er schwere Kopfverletzungen, die so gravierend waren, dass Rettungskräfte ihn wiederbeleben mussten. Nach aktuellem Stand besteht für den Mann Lebensgefahr. Ein 24-jähriger Begleiter des Verletzten wurde von den Angreifern ebenfalls attackiert. Er erlitt Verletzungen im Gesicht und an einem Arm, lehnte aber eine ärztliche Behandlung ab. Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung nahmen Polizeikräfte in der Nähe des Tatorts zwei Tatverdächtige fest – einen 25-Jährigen und einen 33-Jährigen. Nach ihrer Identitätsfeststellung ließ ein Richter ihnen Blut entnehmen. Beide wurden in Polizeigewahrsam in die Obhut der Mordkommission übergeben. Mehr dazu

Lebensgefährlicher Messerangriff in Neu-Hohenschönhausen
Ein 29-jähriger Mann ist in Neu-Hohenschönhausen lebensgefährlich verletzt worden. Er erlitt gegen 21:10 Uhr Stich- und Schnittverletzungen im Oberkörper. Nach Angaben der Polizei trafen sich auf der Egon-Erwin-Kisch-Straße zwei Gruppen, um einen früheren Streit beizulegen. Im Verlauf der Auseinandersetzung entfernte sich eine Jugendliche der einen Gruppe und kam kurz darauf mit einem unbekannten Mann zurück. Dieser ging gezielt auf den 29-Jährigen zu und stach ihm wiederholt mit einem Messer in den Oberkörper. Gleichzeitig besprühte eine Jugendliche die übrigen Mitglieder der gemischten Gruppe mit Pfefferspray. Die Polizei sucht nach dem unbekannten Mann, der den Messerangriff begangen hat. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost). Mehr dazu

Raub mit Messer und Pfefferspray in Wilmersdorf
In Wilmersdorf ist es zu einem schweren Raub gekommen, bei dem ein junger Mann eine Stichverletzung erlitt. Nach Angaben der Polizei liefen zwei 18-Jährige gegen 22:35 Uhr die Uhlandstraße entlang in Richtung Berliner Straße, als drei andere Jugendliche und Heranwachsende sie in ein Gespräch verwickelten. Aus dieser Gruppe heraus wurden die beiden mit einem Messer und Pfefferspray angegriffen. Einer der 18-Jährigen erlitt einen Stich in den Rücken sowie Augen- und Atemwegsreizungen. Sein Begleiter wurde mehrfach ins Gesicht geschlagen; ihm wurden sein Handy, eine EC-Karte und eine Musikbox geraubt. Polizisten konnten in der Nähe des Tatorts einen 17-Jährigen und einen 18-Jährigen festnehmen. Bei ihnen fanden die Beamten zwei Pfeffersprays. Der 17-Jährige wurde aufgrund eines Haftbefehls an ein Fachkommissariat der Direktion 2 (West) überstellt, der 18-Jährige aufgrund eines bestehenden Haftbefehls für das Landeskriminalamt eingeliefert. Ein dritter Verdächtiger entkam. Die Stichverletzung wurde in einem Krankenhaus behandelt. Mehr dazu

Großrazzia gegen internationales Betrugsnetzwerk
Polizei Berlin und serbische Behörden sind gemeinsam gegen ein großes Betrugsnetzwerk vorgegangen. Am 7. Oktober 2026 vollstreckten Ermittler drei Durchsuchungsbeschlüsse in Serbien gegen zwei Männer im Alter von 26 und 27 Jahren sowie eine 25-jährige Frau – alle drei sollen bei Beihilfe zum Computerbetrug in mehr als 18.000 Fällen beteiligt sein. Die beiden Männer wurden nach bereits bestehenden Haftbefehlen festgenommen. Am selben Tag durchsuchten Beamte in Charlottenburg-Wilmersdorf und Hessen die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten im Alter von 23 und 41 Jahren. In Nordrhein-Westfalen führte die Staatsanwaltschaft Köln Durchsuchungen an 14 weiteren Wohnadressen durch, die mit den Berliner Ermittlungen zusammenhängen. Den fünf Beschuldigten wird unter anderem Voice-over-Internet-Betrug vorgeworfen. Mehr dazu

Schlag gegen Geldwäsche-Ring: zwei Millionen Euro sichergestellt
Die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft haben einen mutmaßlichen Geldwäsche-Ring zerschlagen. Bei Durchsuchungen in vier Berliner Bezirken und in Brandenburg wurden vier Verdächtige festgenommen, 189 Bankkonten gesperrt und Vermögenswerte im Millionenwert sichergestellt. Den Beschuldigten – zwei 31-jährige Männer, ein 43-Jähriger und eine 32-jährige Frau – wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Verstöße gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz vorgeworfen. Staatsanwaltschaft Berlin und Landeskriminalamt ermittelten seit längerem gegen sie. Sichergestellt wurden Bargeld und Kryptowährungen im Wert von etwa 639.000 Euro, ein Diamant mit sechs Karat und einem geschätzten Wert von bis zu 110.000 Euro, mehrere hochwertige Luxusuhren, Goldschmuck sowie ein Lamborghini. Auch eine scharfe Schusswaffe mit Munition wurde gefunden. Auf den 189 gesperrten Bankkonten konnten die Behörden Gelder in Höhe von rund zwei Millionen Euro sichern. Mehr dazu

Tödlicher Verkehrsunfall in Spandau
In Spandau ist ein 82-jähriger Autofahrer nach einem schweren Verkehrsunfall gestorben. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr an der Kreuzung Prisdorfer Straße und Brunsbütteler Damm: Der 82-Jährige fuhr auf der Prisdorfer Straße in Richtung Brunsbütteler Damm, als ein 28-jähriger Autofahrer, der Vorfahrt hatte, mit ihm zusammenstieß. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto des Seniors gegen ein geparktes Fahrzeug geschleudert. Seine 84-jährige Ehefrau erlitt ebenfalls erhebliche Verletzungen und wurde stationär behandelt. Der 28-jährige Fahrer blieb unverletzt. Mehr dazu

Sprengstoffexplosion am Stuttgarter Platz in Charlottenburg
In Charlottenburg ist es in der vergangenen Nacht zu einer mutmaßlichen Sprengstoffexplosion gekommen. Anwohnende berichteten von einem lauten Knall am Stuttgarter Platz in den Nachtstunden. Ein 63-jähriger Zeuge meldete gegen 9:30 Uhr Beschädigungen an zwei Fahrzeugen, die nach ersten Erkenntnissen von der Explosion herrühren könnten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde auch ein drittes Fahrzeug beschädigt. Zudem erlitten Fensterscheiben einer Wohnung in der Nähe des Tatorts Schaden. Das Schadensbild deutet darauf hin, dass ein unbekannter Gegenstand im Bereich der Fahrbahn explodiert ist. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungsgruppe Ferrum des Berliner Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen übernommen. Mehr dazu

Schüsse auf Café in Neukölln – zweimal in einer Woche
In Neukölln haben mehrere Männer in der vergangenen Nacht auf ein geschlossenes Café geschossen. Eine Anwohnerin der Silbersteinstraße hörte gegen 1:30 Uhr die Schüsse und alarmierte die Polizei. Kurz darauf fuhr ein schwarzer Pkw mit mehreren Personen an Bord mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Beamten stellten Einschusslöcher in einer Hausfassade und im Schaufenster des Cafés fest. Verletzt wurde niemand. Die Spezialeinheit BAO Ferrum des Landeskriminalamts übernahm die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Mehr dazu — Bereits wenige Tage zuvor waren in der Silbersteinstraße In Neukölln hat es erneut Schüsse auf ein Café gegeben. Nach Angaben der Polizei wurden die Schüsse gegen 5:40 Uhr aus einem Auto auf den Laden in der Silbersteinstraße abgegeben. Das Café war zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Die gerufenen Polizistinnen und Polizisten stellten Einschusslöcher im Schaufenster fest. Verletzt wurde niemand. Die BAO Ferrum des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Mehr dazu

Schussabgaben auf Einfamilienhaus im Märkischen Viertel
Im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf hat es am frühen Morgen Schussabgaben auf ein Wohnhaus gegeben. Mehrere Anwohner nahmen gegen 7 Uhr in der Borgsdorfer Straße Schussgeräusche wahr und riefen die Polizei. Die Beamten fanden Einschusslöcher in der Hausfassade vor. Nach Zeugenaussagen waren zwei Personen in einem Fahrzeug vom Tatort geflüchtet. Niemand wurde verletzt. Die BAO Ferrum des Landeskriminalamts übernahm die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Mehr dazu

Schüsse auf Blumengeschäft in Wilmersdorf – zweiter Anschlag
Eine 58-jährige Geschäftsinhaberin alarmierte die Polizei in Charlottenburg-Wilmersdorf, nachdem sie erneut Schäden an ihrem Blumengeschäft entdeckt hatte. Eintreffende Beamte dokumentierten mehrere mutmaßliche Einschusslöcher an den Schaufenstern. Die Beschädigungen entstanden nach Angaben der Inhaberin zwischen ihrem Weggang am Vorabend und ihrer Rückkehr am Vormittag. Verletzt wurde niemand. Die 58-Jährige berichtete, dass sie bereits im Vormonat eine ähnliche Sachbeschädigung festgestellt und angezeigt hatte. Beide Fälle werden von der Sonderkommission Ferrum des Landeskriminalamts ermittelt. Mehr dazu

Einbruch in Kreuzberger Spätkauf – Festnahme auf frischer Tat
In Kreuzberg haben aufmerksame Zeugen in der Katzbachstraße das Klirren einer Scheibe gehört und beobachtet, wie ein Mann das Lokal verließ. Die alarmierten Beamten nahmen den 39-Jährigen kurz darauf fest. Bei einer Durchsuchung fanden sie mutmaßliches Diebesgut aus dem Spätkauf. Am Geschäft waren Einbruchspuren sichtbar. Der Festgenommene wurde dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übergeben. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Die Woche verzeichnete mehrere schwere Vorfälle mit Messern und Schusswaffen durch Tatverdächtige. Den schwersten Fall bildete der Messerangriff in Neu-Hohenschönhausen, bei dem ein 29-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt wurde – Mehr dazu. Beim Raub in der Uhlandstraße in Wilmersdorf erlitt ein 18-Jähriger eine Stichverletzung im Rücken – Mehr dazu. In der Oranienstraße in Kreuzberg wurden vier Personen auf einen am Boden liegenden 28-Jährigen eingeschlagen und -getreten, bis Rettungskräfte ihn wiederbeleben mussten – Mehr dazu. Auf das Café in der Silbersteinstraße in Neukölln wurden in derselben Woche zweimal Schüsse abgegeben, jeweils ohne Verletzte – Mehr dazu / Mehr dazu. Im Märkischen Viertel gab es Schussabgaben auf ein Wohnhaus in der Borgsdorfer Straße – Mehr dazu. Auf ein Blumengeschäft in Wilmersdorf wurden erneut Schüsse abgegeben, es handelt sich bereits um den zweiten derartigen Anschlag innerhalb eines Monats – Mehr dazu. Beim Schlag gegen den Geldwäsche-Ring fanden Ermittler zudem eine scharfe Schusswaffe mit Munition bei den Verdächtigen – Mehr dazu.

Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Schusswaffen-Angriffen auf Gewerbeobjekte und Wohnhäuser: Allein auf das Café in der Silbersteinstraße in Neukölln wurden innerhalb weniger Tage zweimal Schüsse abgegeben; das Blumengeschäft in Wilmersdorf war bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats Ziel eines solchen Angriffs. Alle diese Fälle werden von der Sondereinheit BAO Ferrum bzw. der Ermittlungsgruppe Ferrum des Landeskriminalamts bearbeitet, was auf mögliche Zusammenhänge im Bereich organisierter Kriminalität hindeutet.

Auf der Haben-Seite der Woche stehen zwei größere Ermittlungserfolge: Gemeinsam mit serbischen Behörden zerschlug die Berliner Polizei ein mutmaßliches Betrugsnetzwerk mit mehr als 18.000 Fällen, und ein mutmaßlicher Geldwäsche-Ring wurde zerschlagen, bei dem zwei Millionen Euro auf Bankkonten gesichert sowie Luxusgüter im Gesamtwert von mehreren Hunderttausend Euro beschlagnahmt wurden. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Berlin erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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