Das war die Blaulicht-Woche in Berlin: 24.08.–30.08.2026 (KW 35)

(Symbolbild)

Die Woche vom 24.08. bis 30.08.2026 brachte in Berlin mehrere schwere Gewalttaten, Razzien gegen organisierte Kriminalität und einen bewaffneten Raubüberfall auf einen Rentner. Die schwersten Vorfälle waren ein lebensgefährlicher Messerangriff in Schöneberg, Schussabgaben auf ein Geschäft in Lichterfelde mit einem nicht gezündeten Sprengsatz am Tatort sowie eine Großrazzia gegen Schusswaffenkriminalität in Kreuzberg und Neukölln.

In der Nacht zum Mittwoch, 26.08., wurden in Berlin-Lichterfelde Schussabgaben auf ein Geschäft in der Osdorfer Straße gemeldet. Anwohner hörten gegen 3:55 Uhr Knallgeräusche und alarmierten die Polizei. Die eintreffenden Beamten stellten Einschusslöcher in den Schaufensterscheiben fest. Bei der Untersuchung des Tatorts fanden sie zudem einen Sprengsatz, der jedoch nicht gezündet worden war. Das Kriminaltechnische Institut beim Landeskriminalamt sicherte die Spuren und beschlagnahmte den Gegenstand. Die Ermittlungen übernahm die BAO Ferrum des Landeskriminalamts. Mehr dazu

Ebenfalls am 26. August führte die Spezialeinheit BAO Ferrum eine Großrazzia gegen Schusswaffenkriminalität durch. Rund 80 Einsatzkräfte — Ermittler, Spezialkräfte und eine Einsatzhundertschaft — durchsuchten vier Objekte in Kreuzberg und Neukölln. Hintergrund war ein Verstoß gegen das Waffengesetz, der bei polizeilichen Objektschutzmaßnahmen bekannt geworden war. Die Ermittlungen richteten sich gegen vier Beschuldigte im Alter von 19 bis 35 Jahren. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten eine versteckt aufbewahrte scharfe Pistole, diverse Patronen sowie eine Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffe sicher. Darüber hinaus wurden mehrere Datenträger beschlagnahmt. In einem mit den Ermittlungen in Zusammenhang stehenden Fahrzeug wurden weitere Gegenstände gefunden. Mehr dazu

Ein 53-Jähriger ist in der Nacht zum Donnerstag in Schöneberg Opfer eines Messerangriffs geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Mann gegen Mitternacht in der Bülowstraße von einem Täter mit einem Messer angegriffen und im Brustbereich verletzt. Der 53-Jährige erlitt eine Stichverletzung und wurde von alarmierten Rettungskräften mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste er notoperiert werden und wurde anschließend stationär aufgenommen. Der Täter flüchtete anschließend in unbekannte Richtung. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Mehr dazu

In Berlin-Mariendorf wurde ein 73-Jähriger in seiner Wohnung überfallen. Zwei maskierte Täter drangen am Abend des 19. August gegen 19 Uhr in die Wohnung des Mannes in der Kurfürstenstraße ein, nachdem dieser die Tür geöffnet hatte. Die Eindringlinge forderten die Herausgabe von Wertgegenständen und waren nach Angaben der Polizei mit Schusswaffen bewaffnet. Sie zwangen den 73-Jährigen auf einen Sessel und durchsuchten dann die Wohnung. Anschließend flüchteten die beiden in unbekannte Richtung. Der Mann blieb bei dem Überfall unverletzt. Ein Fachkommissariat der Kriminalpolizei der Direktion 4 (Süd) übernahm die Ermittlungen; die maskierten Täter sind bislang nicht gefasst. Mehr dazu

In Charlottenburg-Wilmersdorf nahm die Polizei in der Nacht zum Donnerstag einen 37-Jährigen fest, der sich einer Verkehrskontrolle auf dem Kurfürstendamm/Nestorstraße entzogen hatte. Der Mann ignorierte die Anhaltesignale und raste über mehrere Straßen bis zur Gerviusstraße, wo eine Baustelle ihm den Weg versperrte. Er sprang aus dem Mercedes, nahm eine Tasche aus dem Kofferraum und flüchtete zu Fuß — die Tasche warf er während der Flucht weg. Auf der Sybelstraße stellten ihn die Beamten; dabei wehrte er sich. Die sichergestellte Tasche war Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Mehr dazu

Am Bahnhof Ostkreuz in Friedrichshain griff ein 42-Jähriger einen 25-jährigen Passanten an. Nach Zeugenaussagen schrie er laut herum und ging Passanten an. Nachdem der 25-Jährige versucht hatte, den Angreifer mit einem Cricketschläger auf Distanz zu halten, stürzte der 42-Jährige erneut auf ihn zu, packte ihn und schleuderte ihn auf die Fahrbahn, wo er mehrfach mit der Faust auf dessen Kopf einschlug. Bei der späteren Durchsuchung fanden die Polizistinnen und Polizisten in seinem Rucksack eine Schreckschusswaffe mit Munition sowie die Fahne einer extremistischen Vereinigung; in seiner Bauchtasche steckte griffbereit ein Messer. Der Mann äußerte, er wolle Jagd auf Inder machen, und wurde in Polizeigewahrsam genommen. Mehr dazu

In Köpenick nahm die Polizei am frühen Morgen des 1. August einen 37-Jährigen fest, der sich gegen 2:30 Uhr an der Kreuzung Glienicker Straße/Rudower Straße verdächtig verhielt und sich wiederholt duckte, wenn Fahrzeuge vorbeifuhren. In seinem Rucksack fanden die Beamten eine unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung. Spezialisten des Kriminaltechnischen Instituts untersuchten das sogenannte Selbstlaborat und neutralisierten es; die unmittelbare Umgebung blieb bis etwa 4:40 Uhr gesperrt. Nach Feststellung seiner Identität wurde der Tatverdächtige entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz übernahm die weiteren Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Mehr dazu

Die Polizei hat am 25. August eine mutmaßliche Bande von Trickdieben zerschlagen. Beamte des Landeskriminalamtes sowie zweier Einsatzhundertschaften führten im Auftrag der Staatsanwaltschaft fünf Durchsuchungen im Stadtgebiet durch. Zivilfahnder beobachteten gegen 14:30 Uhr zwei Männer (22 und 23 Jahre), wie sie in die Wohnung einer 83-jährigen Frau in der Straße Prenzlauer Berg eindrangen und vorgaben, wegen eines angeblichen Wasserschadens gekommen zu sein. Ein dritter Tatverdächtiger (25) wartete an einem Fluchtfahrzeug. Der 22-jährige Hauptbeschuldigte soll von Januar bis August 2026 gemeinsam mit wechselnden Komplizen zahlreiche Trickdiebstähle in Wohnungen begangen haben. Mehr dazu

Zwei mutmaßliche Einbrecher wurden in der Nacht zum 28. August in einem Mehrfamilienhaus in Schöneberg festgenommen. Ein Anwohner der Potsdamer Straße hörte gegen 2:50 Uhr Geräusche im Treppenhaus und erkannte durch den Türspion zwei maskierte Personen. Die alarmierten Polizisten trafen die beiden Männer (19 und 20 Jahre) im Aufzug an. An einer Wohnungstür fanden die Beamten frische Einbruchsspuren sowie abgelegtes mutmaßliches Einbruchswerkzeug und Markierungsmittel. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurden die Tatverdächtigen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen. Mehr dazu

Zwei Männer wurden festgenommen, die einen 91-Jährigen in Berlin-Rudow um Geld bringen wollten. Ein Täter hatte den Senior am 12. August an seiner Wohnanschrift in der Waltersdorfer Chaussee angerufen und behauptet, dessen Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Kind tödlich verletzt worden sei. Um eine Inhaftierung der Tochter zu verhindern, forderte er eine Kaution im sechsstelligen Bereich. Der Anrufer verstärkte seinen Druck durch eine Drohung: Die Familie des vermeintlich verstorbenen Kindes werde die Tochter des Seniors töten, falls er das Geld nicht zahle. Das Landeskriminalamt beobachtete die Übergabe und nahm die Täter fest. Mehr dazu

In der Nacht zum Donnerstag nahm die Berliner Polizei in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Mitte mehrere Personen fest, die Wahlplakate beschädigt, entfernt oder zerstört hatten. Gegen 0:45 Uhr beobachtete ein Zeuge am Wittenbergplatz einen Mann, der Wahlplakate abriss und zerstörte; der Mann wartete auf Aufforderung eines Zeugen auf die Polizei und wurde nach Personalienaufnahme entlassen. Etwa 35 Minuten später meldete ein Zeuge in Mitte, dass ein 27-Jähriger und eine 28-Jährige mehrere Wahlplakate beschädigten und mit Farbe beschmierten. Mehr dazu

In Mariendorf nahm die Polizei in der Nacht zum Dienstag einen 40-Jährigen fest, der auf einer Veranstaltung in einer Gartenkolonie an der Straße An der Rennbahn randaliert hatte. Als Polizistinnen und Polizisten eintrafen, beleidigte er die Beamten und wehrte sich heftig gegen seine Festnahme, sodass die Beamten mehrfach mit dem Einsatz einer Elektroschockpistole drohten und diese schließlich einsetzen mussten. Der 40-Jährige blieb unverletzt und kam in Polizeigewahrsam. Mehr dazu

Am Nachmittag des 29. August verunfallte auf dem Segelfliegerdamm in Johannisthal ein Pkw. Das Fahrzeug kollidierte mit mehreren am Straßenrand geparkten Autos, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Fahrerin oder der Fahrer konnte sich noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbst aus dem Wrack befreien. Ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen übernahmen die Erstversorgung der schwerverletzten Person, die anschließend notarztbegleitet in ein Krankenhaus transportiert wurde. Ein vorsorglich alarmierter Rettungshubschrauber kam nicht zum Einsatz. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Diese Woche registrierte die Berliner Polizei mehrere Fälle, in denen Täter Messer einsetzten oder Schusswaffen abgefeuert wurden. In der Nacht zum Donnerstag wurde ein 53-Jähriger in der Bülowstraße in Schöneberg Opfer eines Messerangriffs und im Brustbereich verletzt; er erlitt eine Stichverletzung und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen notoperiert werden — Mehr dazu. In Hellersdorf zog ein unbekannter Mann in der Nacht zum Donnerstag, gegen 0:50 Uhr, am Fritz-Lang-Platz nahe dem U-Bahnhof Hellersdorf ein Messer gegen eine 21-jährige Frau; sie hob schützend ihre Hände und wurde an der linken Hand verletzt. Der Angreifer flüchtete in Richtung Zossener Straße/Stendaler Straße und konnte nicht gefasst werden. Mehr dazu. In Berlin-Lichterfelde wurden in der Nacht zum Mittwoch Schussabgaben auf ein Geschäft in der Osdorfer Straße verübt; zudem fanden die Beamten am Tatort einen Sprengsatz, der nicht gezündet worden war — Mehr dazu. Beim bewaffneten Wohnungsraub in Mariendorf waren die beiden maskierten Täter nach Angaben der Polizei mit Schusswaffen bewaffnet, als sie den 73-Jährigen überfielen — Mehr dazu. Der 42-jährige Angreifer am Bahnhof Ostkreuz führte neben einem Messer eine Schreckschusswaffe mit Munition mit sich — Mehr dazu.

Diese Woche fällt die Häufung von Fällen auf, in denen die BAO Ferrum des Landeskriminalamts ermittelt: Die Spezialeinheit war sowohl bei der Großrazzia gegen Schusswaffenkriminalität in Kreuzberg und Neukölln als auch bei den Schussabgaben auf das Geschäft in Lichterfelde federführend — zwei thematisch verwandte Komplexe innerhalb weniger Tage, die auf einen anhaltenden Ermittlungsschwerpunkt gegen bewaffnete Kriminalität in Berlin hindeuten.

Die Zerschlagung einer mutmaßlichen Trickdieb-Bande am 25. August markiert einen Ermittlungserfolg des Landeskriminalamts: Der 22-jährige Hauptverdächtige soll über Monate hinweg mit wechselnden Komplizen Senioren in ihren Wohnungen bestohlen haben — die Observation durch Zivilfahnder und die anschließenden fünf Durchsuchungen an einem einzigen Tag beendeten die Serie. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Berlin erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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