In der vergangenen Woche standen für die niedersächsische Polizei mehrere Drogenfälle sowie ein tödlicher Verkehrsunfall im Mittelpunkt. Bei Razzien in Lüneburg und auf Borkum stellten die Ermittler insgesamt über ein Kilogramm verschiedener Drogen sicher und sprengten einen Kokain-Händlerring.
Der schwerste Vorfall war ein tödlicher Verkehrsunfall am Donnerstagmorgen in Varel. Eine 22-jährige Radfahrerin wurde gegen 07:19 Uhr am Kaffeehauskreisel an der Oldenburger Straße von einem Lastwagen erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle. Der 36-jährige Lastwagenfahrer hatte die vorfahrtsberechtigte Radfahrerin beim Abbiegen offenbar übersehen. Mehr dazu
Bei einer groß angelegten Drogenrazzia in Lüneburg stellten Ermittler am 4. Juni über 800 Gramm Kokain, größere Mengen Amphetamine, mehrere hundert Tabletten und gut 600 Gramm Cannabis sicher. Die Polizei durchsuchte Wohnungen zweier Männer im Alter von 25 und 54 Jahren sowie weitere Räume, die als Bunker dienten. Der 25-Jährige kam in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Die Zentrale Kriminalinspektion Osnabrück sprengte einen mutmaßlichen Kokain-Händlerring, der über Jahre hinweg auf der Insel Borkum Rauschgift verkauft haben soll. Bei koordinierten Durchsuchungen am 27. Mai wurden 52 Verkaufseinheiten Kokain sowie Waffen sichergestellt. Der 42-jährige Hauptbeschuldigte wurde in Emden festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Mehr dazu
In Wilhelmshaven attackierten drei unbekannte Jugendliche in der Nacht zu Mittwoch einen Mann in der Peterstraße mit Reizgas und versuchten, ihm den Rucksack zu rauben. Die etwa 17 Jahre alten Täter sollen sowohl Arabisch als auch Deutsch gesprochen haben. Mehr dazu
Ein 28-jähriger Mann soll am Donnerstagvormittag binnen einer Stunde mehrere Straftaten in Stuhr begangen haben. Gegen 10:15 Uhr attackierte er einen 27-jährigen Supermarkt-Mitarbeiter mit den Fäusten und einer Dose Tomaten. Später schüttete er einer Tankstellen-Mitarbeiterin Eistee entgegen und bedrohte sie. Mehr dazu
In Diepholz löste ein 17-jähriger Realschüler am Freitagmorgen einen Großeinsatz der Polizei aus, weil er sich für einen Mottotag mit einer Gasmaske und einem Plastikgewehr verkleidet hatte. Passanten meldeten der Polizei gegen 7:50 Uhr eine Person mit scheinbarem Gewehr. Rund 50 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz. Mehr dazu
Nach einer Bombendrohung an einem Gymnasium in Harburg leitete die Polizei ein Strafverfahren gegen einen 16-jährigen Schüler ein. Er steht im Verdacht, am Morgen telefonisch eine Bombendrohung gegen die Schule ausgesprochen zu haben. Rund 50 Polizistinnen und Polizisten durchsuchten das Gebäude, fanden aber keine gefährlichen Gegenstände. Mehr dazu
In Varel beschäftigten die Polizei mehrere Vergehen mit E-Scootern ohne Versicherungsschutz, ein Einbruch in ein leerstehendes Haus sowie ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine Mülltonne. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet.
Ein Schweinswal, der am 4. Juni im Watt des Wangerlandes am Strand in Schillig entdeckt worden war, starb trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen von Feuerwehr und Polizei. Die Einsatzkräfte hatten das gestrandete Meerestier zunächst erfolgreich gerettet. Mehr dazu