Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 7. und 13. September 2026 beschäftigten die sächsische Bundespolizei und die Landespolizei vor allem Fahndungserfolge an den Grenzübergängen, mehrere Drogenfunde sowie ein kostspieliger Unfall an einem Bahnübergang nahe Bad Lausick. Die schwersten Fälle kamen aus dem Chemnitzer Gleisbereich, aus dem Grenzraum Zittau und aus der Region um Görlitz.
Den Auftakt machte der frühe Montagmorgen des 7. September am Chemnitzer Hauptbahnhof: Eine Streife der Bundespolizei stellte einen 39-jährigen Deutschen im Gleisbereich zwischen Chemnitz-Mitte und Chemnitz-Süd, der dort mutmaßlich Buntmetall stehlen wollte. Nach einem kurzen Fluchtversuch wurde er festgenommen und zur Bundespolizeiinspektion gebracht. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten nicht nur das gestohlene Buntmetall, sondern auch mehrere Cliptütchen mit Rückständen von Betäubungsmitteln. Der Mann beleidigte die eingesetzten Polizisten während der polizeilichen Maßnahmen wiederholt. Ermittelt wird nun wegen Sachbeschädigung, Diebstahl, Beleidigung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mehr dazu
Ebenfalls am 7. September, gegen 8:50 Uhr, stoppten Bundespolizisten auf der B 178n bei Zittau einen 28-jährigen Ungarn nach seiner Einreise aus Polen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein vor — er war wegen des Anordnens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. Die Gesamtsumme belief sich auf 884,50 Euro inklusive Gerichtskosten. Da er den Betrag sofort begleichen konnte, entging er der Haft und durfte weiterreisen. Mehr dazu
Am Dienstag, 8. September, gegen 7:15 Uhr erschien ein 62-jähriger Ukrainer als Fahrer eines polnischen Kleintransporters an der Grenzkontrolle auf der B 178n bei Zittau. Er konnte sich zwar mit einem gültigen ukrainischen Reisepass ausweisen, legte aber weder Visum noch Aufenthaltstitel vor. Die Bundespolizei nahm ihn in Gewahrsam, zeigte ihn an und wies ihn anschließend nach Polen zurück. Mehr dazu
Ebenfalls am Dienstag, gegen 12:42 Uhr, fasste die Bundespolizei im Railjet nach Dresden einen 25-jährigen Slowaken, der per Vollstreckungshaftbefehl des Amtsgerichts Zittau gesucht wurde — wegen versuchten besonders schweren Diebstahls. Der Haftbefehl war seit Mai 2024 rechtskräftig. Die fällige Geldstrafe von 2.400 Euro zuzüglich Verfahrenskosten von 564,06 Euro — insgesamt also 2.964,06 Euro — konnte er nicht aufbringen. Er trat daraufhin eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen an. Mehr dazu
Am Mittwoch, 9. September, gegen 9:40 Uhr kontrollierten Bundespolizisten im Railjet auf Höhe Pirna einen 26-jährigen Polen, der von der Staatsanwaltschaft Leipzig gesucht wurde. Bei ihm fanden die Beamten ein Reizstoffsprühgerät ohne das erforderliche Prüfzeichen sowie eine in Alufolie gewickelte kristalline Substanz. Am selben Nachmittag gegen 14:55 Uhr fiel im Dresdner Hauptbahnhof ein 38-jähriger Pole auf, der auf der Fahndungsliste der Staatsanwaltschaft Saarbrücken zur Aufenthaltsermittlung stand. Mehr dazu
Am Donnerstag, 10. September, gegen 17:00 Uhr hielt sich ein 43-jähriger Chinese nahe des Bahnhofs Zittau in gefährlicher Nähe zu den Gleisen auf und filmte sich dabei. Ein Bahnbediensteter meldete das lebensgefährliche Verhalten der Bundespolizei. Die Beamten kontrollierten den Mann, wiesen ihn auf die möglichen Folgen seines Handelns hin und fertigten eine Anzeige. Der Bahnverkehr wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Mehr dazu
In der Nacht vom 10. auf den 11. September gelangen der Bundespolizei auf der B 178n bei Zittau zwei Fahndungserfolge innerhalb von vier Stunden. Um 22:45 Uhr kontrollierten die Beamten einen 51-jährigen Bulgaren, der mit seinem BMW aus Polen einreiste. Er war 2022 unter anderem wegen Urkundenfälschung verurteilt worden; die Gesamtsumme inklusive Gerichtskosten von 2.345,00 Euro konnte er sofort begleichen und entging so einer Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen. Weniger Glück hatte ein 25-jähriger Pole, der um 3:10 Uhr in einem Ford Fiesta an gleicher Stelle kontrolliert wurde: Er war 2024 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden und konnte die fällige Summe nicht aufbringen — er wurde in Haft genommen. Mehr dazu
Am Donnerstag, 11. September, gegen 14:10 Uhr stoppten Bundespolizisten in Görlitz-Hagenwerder einen VW Touran, der auffällig tief lag und stark überladen wirkte. Im Fahrzeug saßen drei polnische Männer im Alter von 30, 46 und 52 Jahren. Unter einer Decke im Gepäck verbarg sich rund 250 Kilogramm neuwertiger Baustahl, der mutmaßlich gestohlen worden war. Fahndungsnotierungen lagen gegen die drei Männer nicht vor; die Ermittlungen laufen. Mehr dazu
Am Freitagnachmittag, 12. September, sorgte ein 19-jähriger Traktorfahrer an einem Bahnübergang bei Lauterbach-Steinberg nahe Bad Lausick für erheblichen Sachschaden: Er überquerte die Gleise, obwohl sich die Schranken bereits senkten, weil ein RE 6 herannahte. Zwar verließ er den Übergang noch rechtzeitig, riss dabei aber beide Schranken mit. Der Zug konnte trotz Schnellbremsung nicht mehr rechtzeitig stoppen und kollidierte mit einer der Schranken. Verletzt wurde niemand, und der Zug selbst blieb unbeschädigt. An der Bahnübergangsanlage entstand ein Sachschaden von 80.000 Euro. Die Bundespolizeiinspektion Leipzig ermittelt. Mehr dazu
Am zurückliegenden Wochenende (6./7. September) registrierte die Bundespolizei Ludwigsdorf bei Grenzkontrollen fünf Personen mit Haftbefehlen. Vier davon wurden von Staatsanwaltschaften gesucht, weil sie verhängte Geldstrafen nicht beglichen hatten; die offenen Summen beliefen sich auf insgesamt 7.788 Euro. Ein 36-jähriger Litauer, gegen den die Staatsanwaltschaft Nürnberg wegen Trunkenheit im Verkehr einen Haftbefehl erwirkt hatte, konnte die Geldstrafe von 4.846 Euro nicht vor Ort zahlen und wurde in die Justizvollzugsanstalt Bautzen gebracht. Mehr dazu
Ebenfalls am Wochenende fasste die Bundespolizeiinspektion Chemnitz am Grenzübergang Reitzenhain binnen zwei Tagen zwei gesuchte Personen: Am Samstag, 5. September, reiste ein 24-jähriger Serbe ein, gegen den ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Erschleichens von Leistungen vorlag. Er zahlte 328,79 Euro und konnte weiterreisen. Am Sonntag, 6. September, traf es einen 35-jährigen Rumänen, gegen den ebenfalls ein Haftbefehl vorlag. Mehr dazu
Am Dienstagabend, 9. September, gegen 19:25 Uhr kontrollierten Beamte am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf einen Fernreisebus. Darin saßen vier Kolumbianer im Alter von 20, 23, 23 und 31 Jahren, von denen keiner einen gültigen Aufenthaltstitel vorlegte. Ihre Angaben, in Polen zu arbeiten und in die Niederlande reisen zu wollen, ließen sich nicht bestätigen — eine Rückfrage bei polnischen Behörden ergab, dass kein aktueller Aufenthaltsstatus vorlag. Die Bundespolizei leitete gegen alle vier ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise ein. Zusätzlich wurde eine fünfte Person ohne gültige Papiere aufgegriffen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet. Allerdings fand die Bundespolizei am 4. September in Sohland an der Spree bei der Kontrolle eines 45-jährigen rumänischen Autofahrers ein illegales Einhandmesser im Handschuhfach des Fahrzeugs. Das Messer wurde beschlagnahmt und eine Anzeige gefertigt — ein Angriff mit der Waffe hatte nicht stattgefunden. Mehr dazu
Auffällig in dieser Woche war die Dichte der Fahndungserfolge an den sächsischen Grenzübergängen: Allein an den Übergängen Zittau, Reitzenhain, Ludwigsdorf und im grenzüberschreitenden Zugverkehr nach Dresden wurden innerhalb von sieben Tagen mehr als ein Dutzend gesuchte oder nicht einreiseberechtigte Personen gestellt. Mehrere Verurteilte zahlten ihre offenen Geldstrafen direkt vor Ort, um einer Haft zu entgehen — ein Muster, das sich in dieser Woche gleich mehrfach wiederholte.
Für den menschlichen Abschluss sorgte eine Meldung vom 4. September am Chemnitzer Hauptbahnhof: Ein 70-jähriger Mann hatte dort seine Geldbörse mit rund 5.000 Euro Bargeld, diversen Karten und persönlichen Ausweisdokumenten verloren. Ein 61-jähriger Deutschen fand die Börse im Bereich der Straßenbahnhaltestelle vor dem Hauptbahnhof und gab sie vollständig beim Bundespolizeirevier ab. Der gesamte Inhalt war noch vorhanden und konnte dem Eigentümer sofort übergeben werden. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.