Die Woche vom 08.06.–14.06.2026 in Sachsen-Anhalt brachte besonders schwerwiegende Gewaltverbrechen mit sich. Ein sechsjähriges Kind aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist am Montagnachmittag (9. Juni) in einer Klinik an schweren Kopfverletzungen gestorben. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau ermittelt gegen den 27-jährigen Lebensgefährten der Mutter wegen eines Tötungsdelikts. Daneben erschütterten mehrere Messerangriffe das Land.
Der schwerste Fall der Woche ereignete sich im Osternienburger Land, wo am Sonntagvormittag (7. Juni) ein Kindernotfall gemeldet wurde. Ein Rettungshubschrauber brachte das schwer verletzte Kind in eine Klinik. Rechtsmediziner stellten schwerwiegende Kopfverletzungen fest, die nach ärztlicher Einschätzung nicht mit einem Unfall vereinbar sind. Das Kind verstarb am Montag. Der 27-jährige Lebensgefährte der Mutter sitzt in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Falsche Bombendrohungen lösten am Freitagmorgen einen Großeinsatz in Wernigerode aus. Gegen 9 Uhr gingen sogenannte Swatting-Anrufe an zwei Schulen ein – am Heltauer Platz und in der Minslebener Straße. Sechs Polizeiwagen fuhren sofort zu den betroffenen Einrichtungen. Bei Swatting-Anrufen melden Täter bewusst falsche Notrufe, um einen schweren Polizeieinsatz auszulösen. Sie geben etwa angebliche Geiselnahmen, Schussabgaben oder Bombendrohungen durch – mit dem Ziel, ein Spezialeinsatzkommando oder bewaffnete Polizeikräfte zu einer unbeteiligten Person zu schicken. Mehr dazu
Das neue Landeskriminalamt-Sonderkommission „JuRex“ nahm bei ihrer ersten größeren Aktion am Montag in Gardelegen einen 34-jährigen Deutschen fest. Er soll über soziale Medien versucht haben, ein Tötungsdelikt in Auftrag zu geben. Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt und kam in Untersuchungshaft. Mehr dazu
In Halle ereigneten sich schwere Sexualdelikte, bei denen vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren aus Mali und Portugal festgenommen wurden. Sie werden verdächtigt, am Samstagabend mehrere Mädchen missbraucht zu haben. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Zwei der geschädigten Mädchen mussten stationär in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Mehr dazu
In Haldensleben nahm die Polizei am 6. Juni einen mutmaßlichen Drogendealer fest, der etwa 450 Gramm Amphetamine, 200 Gramm Cannabis und mehrere Ecstasy-Tabletten bei sich trug. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten auch zwei Feinwaagen und einen Schlagstock. Der Mann kam in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In Stendal wurde ein 26-jähriger Syrer nach einem schweren Messerangriff festgenommen. Bei der Attacke hinter dem Altmark-Forum wurde am späten Abend des 6. Juni ein 27-jähriger Tunesier durch Hieb- und Stichwaffen so schwer verletzt, dass er notfallmedizinisch behandelt werden musste. Das Spezialeinsatzkommando nahm den Verdächtigen am 7. Juni fest, bei der Wohnungsdurchsuchung wurde eine mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt. Mehr dazu In Halle verletzte ein 18-Jähriger mit russischer Staatsbürgerschaft einen 25-jährigen Mann durch einen Messerangriff in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Ein 17-jähriger Deutscher bedrohte am Hallmarkt mehrere Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren mit einem Messer und beleidigte sie rassistisch. Mehr dazu
Auffällig war diese Woche die Häufung von Gewaltverbrechen gegen Kinder sowie mehrere Messerangriffe in verschiedenen Landesteilen. Zudem gingen die Behörden mit der neuen Sonderkommission „JuRex“ erstmals gegen rechtsextremistische Jugendgruppierungen vor.