Freiburg erklärt sich zur Aufnahme von 50 Geflüchteten aus Griechenland bereit

Der Gemeinderat Freiburg hat sich grundsätzlich zur Aufnahme von bis zu 50 geflüchteten Menschen aus Griechenland bereit erklärt. Darunter sollen auch bis zu 14 junge Geflüchtete von der griechischen Insel Lesbos aus dem Aufnahmelager Moria sein. Dies ist das Ergebnis einer Beschlussvorlage (Drucksache G-20/226), die das Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie das Amt für Migration und Integration eingereicht hatten.

Hintergrund ist der Brand des Flüchtlingslagers Moria im September 2020. Mehrere Fraktionen hatten die Stadt aufgefordert, ein Kontingent von 100 Geflüchteten aufzunehmen. Der Oberbürgermeister signalisierte daraufhin am 16. September 2020 die Bereitschaft, 50 Personen zu übernehmen – unter Vorbehalt eines entsprechenden Gemeinderatsbeschlusses.

Bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten (sogenannte UMA) können Freiburger Einrichtungen freier Träger folgende Kapazitäten bereitstellen: 7 bis 8 männliche Minderjährige im Alter von 12 bis 17 Jahren, 2 weibliche Minderjährige im gleichen Alter sowie 4 Minderjährige im Alter von 0 bis 11 Jahren. Bei positiv auf Corona getesteten männlichen Jugendlichen sinkt die Kapazität auf 3 Plätze wegen mangelnder Raum- und Personalressourcen.

Für erwachsene Geflüchtete und begleitete Minderjährige können Gemeinschaftsunterkünfte kurzfristig weitere Plätze zur Verfügung stellen. Nach Angaben der Vorlage werden die entstehenden Kosten nach üblichen Regeln vom Land Baden-Württemberg erstattet.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg