Betrugsnetzwerk bei Karlsberg aufgedeckt – über 800.000 Euro Schaden

justiz [Justiz]

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat ihr Ermittlungsverfahren gegen ein Betrugsnetzwerk abgeschlossen, das den Karlsberg-Konzern um erhebliche Summen gebracht hat. Den Ermittlungen zufolge rechnete ein Logistikunternehmer aus Eschweiler (NRW) einem Karlsberg-Unternehmen in Lauterecken Transportleistungen in Rechnung, die nie stattgefunden hatten.

Ein Mitarbeiter des Karlsberg-Unternehmens half dabei, diese erfundenen Leistungen in der Buchführung als real erscheinen zu lassen. Die Rechnungen wurden bezahlt, und zwischen 2016 und 2021 flossen auf diese Weise über 600.000 Euro an das Logistikunternehmen. Der Unternehmer leitete das Geld zum großen Teil an den Mitarbeiter weiter und verbuchte es als Beratungshonorar. Als der Geldfluss zu auffällig wurde, holten die Beteiligten einen zweiten Unternehmer aus dem Wetteraukreis (Hessen) ins Boot, der Scheinrechnungen ausstellte.

Im Jahr 2021 kam ein dritter Unternehmer aus Homburg an Saar hinzu. Er führte zwar auch echte Transporte durch, rechnete aber auch nicht durchgeführte Transporte ab und verursachte 2021 allein einen Schaden von über 200.000 Euro.

Den beiden Karlsberg-Mitarbeitern und den drei Unternehmern wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Im September 2021 hatten rund 100 Polizisten und Steuerfahnder etwa 20 Geschäfts- und Privaträume in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht.

(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)

Quelle: Pressemitteilung Justiz Rheinland-Pfalz

(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)

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