Die aktuelle Bodenfeuchte-Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zeigt zum 14. Juli 2026 ein stark differenziertes Bild über Deutschland. Während der Norden und Nordwesten überwiegend grüne und blaue Töne aufweisen, die normale bis feuchte Bodenverhältnisse anzeigen, dominieren in Süd- und Ostdeutschland gelbe bis rote Farbtöne, die erhöhte Bodentrockenheit signalisieren.

Im südlichen und südöstlichen Raum — insbesondere in Baden-Württemberg, Bayern und Südbaden — zeigt die Karte überwiegend orange und rote Flächen, die moderate bis schwere Dürre nach UFZ-Klassifizierung anzeigen. Besonders deutlich sind die roten Zonen im südlichen Bayern und in Teilen Badens ausgeprägt. Der Osten und Nordosten Deutschlands, einschließlich Sachsens, Sachsen-Anhalts und Brandenburgs, sind ebenfalls von erhöhter Bodentrockenheit betroffen, mit orange und roten Flächenanteilen. Dagegen zeigen sich der Norden und Nordwesten — Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern — sowie größere Teile Nordrhein-Westfalens mit grünen und blauen Farbtönen, was auf normale bis feuchte Bodenfeuchte hindeutet.
Die UFZ-Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodens bis zu 1,80 Meter Tiefe ab und wird wöchentlich aktualisiert. Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsänderungen. Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen bundesweit nur 2,6 Millimeter Regen im Durchschnitt — eine deutlich unterdurchschnittliche Menge. Regional sind die Unterschiede erheblich: Während Rheinland-Pfalz mit 17,2 Millimetern Niederschlag in sieben Tagen relativ besser versorgt war, fielen in Hessen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt weniger als 0,5 Millimeter. Diese langanhaltende Trockenphase hat sich in den tiefen Bodenschichten manifestiert, die nun die roten Zonen in Bayern und Baden-Württemberg anzeigen.
In den kommenden drei Tagen deuten die Vorhersagen auf eine regionale Niederschlagsbelebung hin. Berlin und Brandenburg erwarten mit 14,7 bzw. 11,9 Millimetern die höchsten Niederschlagsmengen. Mecklenburg-Vorpommern wird mit 13,3 Millimetern ebenfalls mehr Regen erhalten. Sachsen und Schleswig-Holstein sind mit 11,5 bzw. 2,9 Millimetern gering bis moderat versorgt. Nordrhein-Westfalen und Hessen werden kaum Niederschlag erwarten. Diese kommenden Regenfälle werden den Oberboden kurzfristig befeuchten, dürften aber auf die tieferen Bodenschichten nur verzögert einwirken.
Für die Landwirtschaft in den südlichen und östlichen Regionen mit orange und roten Klassen bleibt die Bodenfeuchte-Situation angespannt. Die moderate bis schwere Dürreausprägung in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt kann die Vegetation und Ertragserwartungen bei Sommergetreide und Mais beeinflussen, wenn die Trockenheit anhält. In den feuchteren Regionen des Nordens zeigen sich dagegen keine Engpässe.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Bodenfeuchte-Bericht zum 14. Juli 2026
- Bodenfeuchte in Rheinland-Pfalz: Moderate bis schwere Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte-Bericht Brandenburg: Moderate Trockenheit im Zentrum, Norden unauffaellig
- Bodenfeuchte-Bericht Bremen: Ungewöhnliche Trockenheit im Süden, Norden unauffällig
- Bodenfeuchte-Bericht Mecklenburg-Vorpommern: Moderate Trockenheit im Osten, feuchte Bedingungen im Westen
- Bodenfeuchte-Bericht Nordrhein-Westfalen: Moderate Trockenheit im Süden, Norden mit Feuchtereserven
- Bodenfeuchte-Bericht Saarland: Moderate Trockenheit im Westen und Osten
- Bodenfeuchte-Bericht Sachsen-Anhalt: Moderate Trockenheit im Osten, ungewöhnliche Trockenheit im Westen
- Bodenfeuchte-Lage in Hamburg: Ungewöhnliche Trockenheit im Südosten
- Bodenfeuchte-Lage in Niedersachsen: Moderate Trockenheit im Süden und Osten
- Bodenfeuchte-Lage in Schleswig-Holstein: Trockenheit im Südosten, Norden unauffällig
- Bodenfeuchte-Lage in Thüringen: Moderate Trockenheit mit regionalen Unterschieden
- Sachsen: Bodenfeuchte-Bericht zeigt regionale Trockenheit – 14. Juli 2026
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