Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt eine stark polarisierte Bodenfeuchte-Situation in Deutschland. Waehrend der Sueden und Teile der Mitte unter schwerer bis extremer Duerre leiden, verzeichnen der Norden und einzelne ostdeutsche Regionen noch ausreichend Bodenfeuchte. Die Karte bildet ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird woechentlich aktualisiert.

Süden dominiert von schwerer und extremer Dürre
Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und das Saarland zeigen flächenhaft dunkelrote Flaechen (extreme Duerre). Große Teile Hessens, Nordrhein-Westfalens und Thüringens sind orange bis rot gefaerbt (moderate bis schwere Duerre). Der Südwesten Deutschlands ist am staerksten betroffen — hier prägt die dunkelrote Klasse das Bild, was auf eine Bodenfeuchte hindeutet, die statistisch etwa alle 30 Jahre unterschritten wird. Einzelne hellgelbe Flaechen zeigen ungewoehnliche Trockenheit an, bleiben aber in der Minderheit.
Norden und Osten zeigen gemischte Verhältnisse
Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen weisen noch überwiegend gelbe bis hellgelbe Flaechen auf, sind also deutlich weniger betroffen. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigen ein Mosaik aus gelb und orange — moderat bis ungewoehnlich trocken, aber nicht kritisch. Sachsen-Anhalt und Sachsen fallen durch rötliche Flaechen auf, ordnen sich aber in die Kategorie schwere Duerre ein, nicht extrem. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bleiben Ausnahmen mit etwas besseren Bedingungen.
Aktuelle Niederschläge verschärfen die Lage nicht ab
Die letzte Woche brachte deutschlandweit durchschnittlich 12,6 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem Bedarf. Besonders trocken war es in Rheinland-Pfalz (0 mm in 7 Tagen), dem Saarland (0,2 mm) und Schleswig-Holstein (3 mm). Bayern (31,5 mm) und Sachsen-Anhalt (27,8 mm) erhielten etwas mehr, konnten damit aber nur den Oberboden kurzfristig erleichtern. Der Gesamtboden reagiert träge auf Niederschlaege und wird deshalb erst mit deutlich groesseren Regenmengen über mehrere Wochen reagieren. Fuer die kommenden drei Tage zeigt die Vorhersage nahezu keinen Regen — nur Hamburg (0,9 mm), Mecklenburg-Vorpommern (0,8 mm) und Schleswig-Holstein (3,7 mm) erhalten geringe Mengen. Damit bleibt eine Entspannung aus.
Fuer die Landwirtschaft im Sueden und der Mitte bedeutet die schwere bis extreme Duerre eine Belastung für Getreide in der Abreife und Futterbau. Waldbestaende in Baden-Württemberg und Bayern verzeichnen erhöhte Trockenheitsstressoren. Grundwasserspeicher werden bei anhaltendem Defizit langsam aufgebraucht — eine Entspannung zeichnet sich in den naechsten Tagen nicht ab. Der Norden und einzelne Ostregionen bleiben mit moderater bis mässiger Trockenheit stabiler.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte Baden-Württemberg: Schwere Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte Bayern: Schwere Dürre dominiert großflächig
- Bodenfeuchte Berlin: Moderate Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte Brandenburg: Orange und Rot dominieren
- Bodenfeuchte Bremen: Orange und Rot dominieren den Südwesten
- Bodenfeuchte Hamburg: Orange und Rot im Südosten, Norden grün
- Bodenfeuchte Hessen: Schwere Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: Osten und Süden zeigen moderate Trockenheit
- Bodenfeuchte Niedersachsen: Orange und Rot dominieren — moderate bis schwere Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: Rote und orange Zonen dominieren Mitte und Süden
- Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: Schwere Trockenheit dominiert Landesfläche
- Bodenfeuchte Saarland: Schwere Trockenheit dominiert großflächig
- Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: Orange und Rot dominieren
- Bodenfeuchte Sachsen: Orange und Rot dominieren Mitte und Süden
- Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: Süden und Osten in moderater Trockenheit
- Bodenfeuchte Thüringen: Orange und Rot dominieren — Norden bleibt grün
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