Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Deutschland ein stark geteiltes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse. Während der Norden und Nordwesten größtenteils normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominieren in der südlichen Hälfte Deutschlands orange und rote Bereiche, die moderate bis schwere Dürre anzeigen. Etwa ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands ist von Trockenheit der Klassen „ungewöhnlich trocken“ bis „schwere Dürre“ betroffen.

Regional zeigt sich eine deutliche Nord-Süd-Teilung: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und große Teile Niedersachsens sowie Nordrhein-Westfalens weisen normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf, erkennbar an den blauen und grünen Farbtönen. Im Gegensatz dazu sind Bayern, Baden-Württemberg und weite Teile Sachsens von moderater bis schwerer Dürre betroffen. Besonders auffällig sind dunkelrote Bereiche in Südbayern und entlang der Alpen, die auf extreme Dürre hindeuten. Auch in Teilen Brandenburgs und Sachsen-Anhalts sind moderate Dürreklassen sichtbar.
Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit durchschnittlich 18,3 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen eine moderate Regenmenge, wobei regional starke Unterschiede bestehen. Bremen verzeichnete mit 48,9 mm deutlich überdurchschnittliche Niederschläge, während Berlin nur 3,2 mm erhielt. Da der UFZ-Dürrekarte ein 14-Tage-gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe zugrunde liegt, sind kurzfristige Niederschläge nur teilweise sichtbar. Der träge reagierende Gesamtboden zeigt noch die Auswirkungen länger anhaltender Trockenperioden, auch wenn sich oberflächennah bereits Verbesserungen eingestellt haben könnten.
Die moderate bis schwere Dürre in den südlichen Bundesländern erfordert weiterhin Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Bewässerungsmaßnahmen bleiben in den betroffenen Gebieten notwendig, während die normale Bodenfeuchte im Norden eine Entspannung der Lage bedeutet. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 6,7 mm Niederschlag werden kurzfristig vor allem dem Oberboden zugutekommen.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier. Der UFZ-Dürrekarte liegt ein wöchentlich aktualisiertes 14-Tage-Mittel des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zugrunde.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Anhaltende Trockenheit im Süden, normale Bodenfeuchte im Nördlichen Landesteil – 9. Juni 2026
- Bayern: Schwere Dürre in zwei Dritteln der Landesfläche – 7. Juni 2026
- Berlin: Gemischte Bodenfeuchte-Lage mit trockenen und normalen Bereichen – 9. Juni 2026
- Bodenfeuchte Thüringen: Moderate Trockenheit im Süden, normale Werte im Nördlichen Landesteil – 7. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage NRW: Moderate Trockenheit im Süden, normale Verhältnisse im Nördlichen Ruhrgebiet – 9. Juni 2026
- Brandenburg: Geteilte Bodenfeuchte-Lage mit trockenen Gebieten im Osten und Süden – 09.06.2026
- Bremen: Überwiegend normale Bodenfeuchte mit vereinzelt trockenen Bereichen – 9. Juni 2026
- Hamburg: Bodenfeuchte-Lage zeigt geteiltes Bild – Westen normal, Osten leicht trocken
- Hessen: Unterschiedliche Bodenfeuchte-Verhaeltnisse – Duerre im Zentrum, normale Werte im Norden
- Mecklenburg-Vorpommern: Heterogene Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – 9. Juni 2026
- Niedersachsen: Moderate Trockenheit im Osten, feuchte Böden im Westen – UFZ-Bericht 7. Juni 2026
- Rheinland-Pfalz: Geteilte Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – 9. Juni 2026
- Saarland: Bodenfeuchte zeigt moderate Trockenheit im Süden, normale Verhältnisse im Norden
- Sachsen-Anhalt: Moderate Trockenheit im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 9. Juni 2026
- Sachsen: Schwere Dürre dominiert weite Landesteile – UFZ-Monitor vom 7. Juni 2026
- Schleswig-Holstein: Deutliche regionale Unterschiede bei der Bodenfeuchte – 9. Juni 2026