Deutschland im Dürregriff: Süden und Osten besonders schwer betroffen – UFZ warnt vor anhaltender Trockenheit

Die aktuelle Dürremonitor-Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein besorgniserregendes Bild: Große Teile Deutschlands leiden unter ausgeprägter bis außergewöhnlicher Dürre. Besonders dramatisch ist die Lage im Süden und Osten des Landes, wo sich dunkelrote Flächen über weite Landstriche ziehen.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Am stärksten betroffen sind Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Teile von Baden-Württemberg. Hier zeigt der Soil Moisture Index (SMI) teilweise außergewöhnliche Dürrebedingungen an. Auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und dem östlichen Niedersachsen herrscht vielerorts extreme Trockenheit. Etwas entspannter stellt sich die Lage lediglich an der Nordseeküste und in Teilen Nordrhein-Westfalens dar, wo gelbe bis orangefarbene Bereiche auf moderate Trockenheit hinweisen.

Die Niederschläge der vergangenen Woche bringen kaum Entlastung für die ausgetrockneten Böden. Zwar fielen in Sachsen (47,8 mm) und Thüringen (42,7 mm) überdurchschnittlich viel Regen, doch diese Mengen reichen bei weitem nicht aus, um die tieferen Bodenschichten wieder ausreichend zu befeuchten. Besonders problematisch: In den ohnehin trockenen nördlichen Bundesländern wie Schleswig-Holstein (6,7 mm) und Hamburg (8,3 mm) blieben die Niederschläge minimal. Auch die Wetterprognose der nächsten drei Tage verspricht keine nachhaltige Besserung – die erwarteten 7,9 mm deutschlandweit sind viel zu wenig, um die Dürresituation spürbar zu verbessern.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese anhaltende Trockenheit erhebliche Probleme bei der Frühjahrsbestellung und dem Pflanzenwachstum. Besonders Wintergetreide und Raps leiden unter dem Wassermangel. In der Forstwirtschaft steigt die Waldbrandgefahr erheblich an, während die Wasserversorgung in den betroffenen Regionen zunehmend unter Druck gerät. Brunnen und Grundwasserspiegel sind vielerorts bereits bedenklich niedrig.

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