Zwischen dem 14. und 20. September 2026 beschäftigten Sachsens Sicherheitsbehörden vor allem Drogenschmuggel an den Grenzen zu Tschechien und Polen, mehrere Fahndungstreffer bei wiedereingeführten Grenzkontrollen sowie zwei Schulevakuierungen in Dresden. Daneben sorgte ein Großeinsatz der Feuerwehr in einer einzigen Nacht für Aufsehen.
Den schwersten Einsatz der Woche verzeichnete die Feuerwehr Dresden in der Nacht zum Sonntag, 20. September 2026: Gegen 0:28 Uhr stand in Dresden-Cossebaude auf dem Grünen Weg ein abgestellter Porsche in voller Ausdehnung in Flammen – dahinter brannte die Zugmaschine eines Sattelzugs für Schüttgut. Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer. In derselben Nacht hatte der Rettungsdienst 219 Alarmierungen, in 63 Fällen war ein Notarzt erforderlich; dazu kamen 40 qualifizierte Krankentransporte und fünf Einsätze des Rettungshubschraubers. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr 36 Einsätze, darunter 11 Brände. Mehr dazu
Ebenfalls in der Nacht zum Sonntag, gegen 23:30 Uhr, stellte die Bundespolizei Dresden am Dresdner Hauptbahnhof nach der Ankunft eines Railjets eine 39-jährige Slowakin fest, gegen die zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts der Körperverletzung und Sachbeschädigung vorlagen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten einen Schlagring – ein verbotener Gegenstand – sowie einen Joint und eine Dose mit Cannabis. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen der Betäubungsmittel ein. Mehr dazu
Am Mittwoch, 17. September 2026, kam es an der 128. Oberschule auf dem Rudolf-Bergander-Ring in Dresden-Strehlen zu einem Großeinsatz: Um 11:27 Uhr klagten zahlreiche Schülerinnen und Schüler über Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizungen der Atemwege. Das komplette Schulgebäude wurde evakuiert; rund 440 Personen brachten die Einsatzkräfte ins Freie. Wegen der hohen Zahl an Betroffenen wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst. Insgesamt stellten Feuerwehr und Rettungsdienst 101 Personen fest, die unter Symptomen litten; 79 von ihnen konnten nach einer Untersuchung vor Ort entlassen werden. Mehr dazu
Wenige Stunden später, am Morgen des 17. September 2026, musste auch die 121. Oberschule in der Gamigstraße in Dresden-Prohlis evakuiert werden: Ein Brand auf einer Toilette im Erdgeschoss hatte zu starker Rauchentwicklung im gesamten Gebäude geführt. Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr lokalisierten und bekämpften das Feuer und belüfteten anschließend das Gebäude. Ein zwölfjähriger Schüler klagte über Reizungen der Atemwege; der Rettungsdienst untersuchte ihn, eine weitere medizinische Behandlung war nicht erforderlich. Mehr dazu
Am Donnerstag, 18. September 2026, brannte in der Sarasaniestraße eine Küche im siebten Obergeschoss eines Dresdner Wohnhochhauses. Die 73-jährige Bewohnerin wurde verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden; ihre Wohnung ist seitdem nicht bewohnbar. Die Feuerwehr rückte gegen 21:38 Uhr an; ein Trupp ging unter Atemschutz vor und löschte die brennende Küchenzeile. Mehr dazu
In der Nacht zum Donnerstag, 17. September 2026, kam es gegen 2:00 Uhr im Hauptbahnhof Dresden zu einer Auseinandersetzung: Ein 47-jähriger Tscheche warf gezielt dreimal Glasflaschen nach einer 44-jährigen Deutschen; die Flaschen zerschellten auf dem Boden, die Frau blieb unverletzt. Als ihr 47-jähriger Lebensgefährte mit seinen Gehhilfen einzugreifen versuchte, stieß und schubste der Angreifer ihn. Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn überwältigten den Mann und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Die Polizei ermittelt gegen den 47-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Hausfriedensbruchs. Mehr dazu
An der Grenze zu Tschechien stellten Bundespolizisten am 11. September 2026 am Grenzübergang Seifhennersdorf-Varnsdorf einen 37-jährigen Deutschen, der in einem tschechischen Taxi einreiste und sich nur mit seiner Krankenversichertenkarte ausweisen konnte. Weil er polizeilich bekannt war, wollten die Beamten ihn und seinen Rucksack auf Drogen durchsuchen. Der Mann weigerte sich auszusteigen und versuchte, etwas am Körper zu verstecken; die Polizisten zogen ihn aus dem Taxi und fixierten ihn mit einer Handschelle. Er wehrte sich durch Sperren und Versteifen; erst nach dem Eintreffen einer weiteren Streife beruhigte er sich. Im Rucksack fanden die Beamten mutmaßliches Crystal, zerkleinerte Tabletten und weitere verdächtige Substanzen. Mehr dazu
Am Grenzübergang Reitzenhain stellte die Bundespolizeiinspektion Chemnitz zwischen dem 11. und 14. September 2026 drei Personen mit Haftbefehlen oder Einreiseverstößen fest: Am Freitag, 11. September, kontrollierte sie einen 55-jährigen Rumänen, gegen den ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Kassel wegen Computerbetrugs vorlag; er wurde dem Amtsgericht Chemnitz vorgeführt und anschließend in die JVA Leipzig überstellt. Am Samstag, 12. September, fiel ein 45-jähriger Tscheche mit einem Vollstreckungshaftbefehl auf. Mehr dazu
Ebenfalls an der Grenze, diesmal zur polnischen Seite, leitete die Bundespolizei am vergangenen Wochenende fünf Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ein. In vier Fällen führten kontrollierte Personen – zwei polnische Staatsangehörige im Alter von 27 und 51 Jahren sowie zwei lettische Staatsangehörige im Alter von 54 und 55 Jahren – verbotene Messer griffbereit mit sich. Ein 42-jähriger polnischer Staatsangehöriger führte ein Reizstoffsprühgerät zugriffsbereit mit sich, das weder eine CE-Kennzeichnung noch die erforderliche Zulassung aufwies. Mehr dazu
Am 17. September 2026 stoppte die Bundespolizei auf der S 148 bei Neugersdorf einen Transporter aus Tschechien und fand darin fünf mutmaßliche Schwarzarbeiter. Der 23-jährige georgische Fahrer hatte die Männer aus Moldau und Georgien nach Deutschland gebracht; alle sechs trugen Arbeitskleidung und sollen im deutschen Grenzgebiet im Bereich Kabelbau tätig gewesen sein. Keiner von ihnen konnte die erforderlichen Aufenthaltsdokumente oder Arbeitserlaubnisse vorlegen. Die Bundespolizei nahm alle sechs in Gewahrsam und ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern, unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts und des Verdachts der unerlaubten Beschäftigung. Mehr dazu
In der Nacht zum 18. September 2026 stoppte die Gemeinsame Einsatzgruppe Oberlausitz um 2:45 Uhr bei der Aral-Tankstelle in Zittau einen 46-jährigen Tschechen am Steuer seines Opel Vectra. Der Mann besitzt keinen Führerschein und stand nach Feststellung der Beamten unter dem Einfluss von Amphetaminen. Die Bundespolizei ordnete eine Blutentnahme an und stellte Strafanzeige. Mehr dazu
Am 16. September 2026 stoppte eine Bundespolizeistreife in Oppach um 19:35 Uhr einen 19-jährigen Deutschen auf einem Leichtkraftrad ohne Fahrlicht. Die Kontrolle ergab, dass das Motorrad nicht versichert und nicht zugelassen war; die montierten Kennzeichenschilder gehörten nicht zu dem Fahrzeug. Die Bundespolizei erstellte Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Haftpflichtversicherung und Kennzeichenmissbrauchs. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet.
Auffällig in dieser Woche war die Häufung von Grenzfunden verbotener Waffen und Drogen an gleich mehreren sächsischen Übergängen – von Seifhennersdorf über Zittau bis Reitzenhain und an der polnischen Grenze. Daneben rückte das Thema Schwarzarbeit in den Fokus, als ein Transporter mit fünf Männern ohne Aufenthaltsdokumente im Grenzgebiet gestoppt wurde. Die Vielzahl der Vorfälle zeigt, wie intensiv die seit Herbst 2025 wiedereingeführten stationären Grenzkontrollen an Sachsens Außengrenzen greifen.
Eine Großübung für den Krisenfall steht bereits fest: Bundesinnenministerium, Verteidigungsministerium, der Freistaat Sachsen und der Landkreis Görlitz führen vom 27. bis 29. Oktober 2026 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Weißkeißel eine zivil-militärische Kommunikationsübung durch, an der zahlreiche Behörden, Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und die Bundeswehr beteiligt sein werden. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.